Hoffnung für Mur, Drau und Donau

Silberweiden im Naturpark Kopacki Rit.

© Martin Schneider-Jacoby

Wegweisende Entscheidung der UNESCO

Seit gestern ist es offiziell: Die UNESCO hat den kroatisch-ungarischen Teil des geplanten Fünf-Länder-Biosphärenreservates an Mur, Drau und Donau offiziell anerkannt. Mit den wertvollen Abschnitten der einmaligen Fluss- und Auenlandschaften zwischen Ungarn und Kroatien steht nun der Löwenanteil des geplanten Fünf-Länder-Biosphärenreservates unter Schutz. Gerade angesichts der vorgesehenen Donauregulierung in Kroatien, immer wieder aufkeimenden Kraftwerksplänen und illegalen Sand- und Kiesbaggerungen war dies eine dringend notwendige und wegweisende Entscheidung.

Bereits im Jahr 2009 hatten die Premierminister von Ungarn und Kroatien eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel unterzeichnet, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat zu schaffen. Die gestrige Anerkennung durch die UNESCO ist ein großer Erfolg, auf den EuroNatur gemeinsam mit dem WWF sowie zahlreichen nationalen und lokalen Partnerorganisationen seit Jahren hingearbeitet hat. Rund 630.000 Hektar Flussauen sind nun geschützt – eine Fläche, die knapp 80 Prozent des zukünftigen Fünfländer-Biosphärenreservat „Mur-Drau-Donau“ abdeckt. Dieses soll über die Grenzen von Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Serbien hinweg reichen. Serbien will noch in diesem Jahr seinen Teil einbringen, Slowenien und Österreich sollen nächstes Jahr folgen. Mehr als eine Viertelmillion Wasservögel finden in diesem Abschnitt des Grünen Bandes Europa wertvolle Rastplätze.

Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der wertvollen Flusslandschaften von Drau und Mur

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