Lichtblick am Tatort Adria

Eigentlich gehört der Naturpark Hutovo Blato in Bosnien-Herzegowina zu einem der Hauptbrennpunkte der Vogeljagd auf dem Balkan. Doch es besteht Grund zur Hoffnung, dass sich die Situation für die Zugvögel dort dauerhaft verbessert.

Auch der seltene Rallenreiher profitiert von regelmäßigen Jagdkontrollen.

© Gerhard Vögele

Seit dieser Woche gibt es eine offizielle Absichtserklärung, die Vogelwelt im Naturpark Hutovo Blato zu schützen. Unterschrieben haben sie neben EuroNatur und der bosnischen Partnerorganistion Naše ptice auch der örtliche Jagdclub, die Naturparkverwaltung und der lokale Naturschutzverein Lijepa naša.

„Damit sind wir unserem Ziel einen entscheidenden Schritt näher gekommen, ein Netzwerk für den Kampf gegen die Wilderei im Hutovo Blato aufzubauen. Langfristig wollen wir damit selbstständig funktionierende Patrouillen und ein zuverlässiges Monitoring der Vogelbestände sicherstellen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Mit Unterstützung von EuroNatur gingen in den letzten beiden Jahren erstmals regelmäßig Ranger auf Patrouille, um die Einhaltung des Jagdverbots im Hutovo Blato zu kontrollieren. Die positive Wirkung ist unübersehbar. Die Zahl der dort rastenden Zugvögel ist seither schier explodiert. „Die Kontrollen müssen dringend weitergehen, um diese positive Situation zu halten. Das funktioniert nur mit einem starken Netzwerk aus lokalen Akteuren“, so Gabriel Schwaderer.  Der Naturpark Hutovo Blato gehört zu den wichtigsten Rastplätzen für Zugvögel an der östlichen Adria.

Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur gegen die Vogeljagd auf dem Balkan

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