Lottogewinn für die bedrohte Mittelmeer-Mönchsrobbe

Erstmalige Ausspielung der Lotterie für Mensch und Natur in Nordrhein-Westfalen beschert der Umweltstiftung EuroNatur 9.400 Euro

Presseinformation vom 7. November 2003

Radolfzell. Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist eine der seltensten Säugetierarten der Welt. Nach Angabe der internationalen Umweltstiftung EuroNatur soll den letzten ihrer Art jetzt der Gewinn der ersten WDR-Show "Unsere Welt - Das Spiel" zu Gute kommen. In der Show treten drei Kandidaten für jeweils eine gemeinnützige Organisation an. Und neben dem Gewinner erhält auch die Organisation, für die er gespielt hat, den Gewinnbetrag ausgezahlt. In diesem Fall darf sich Kandidat Oliver aus Düsseldorf zusammen mit der von ihm auserwählten Stiftung EuroNatur über je 9.400 Euro freuen.

Die Show gibt außerdem den Rahmen für die Ziehung der Gewinnzahlen der neuen "Lotterie für Mensch und Natur", die von neun Umwelt- und Entwicklungsorganisationen ins Leben gerufen wurde und ab sofort monatlich ihre Erträge zur Unterstützung konkreter Projektarbeit im Umwelt und Entwicklungsbereich zur Verfügung stellt. Gabriel Schwaderer, Artenschutz-Experte bei EuroNatur erläutert, wo die für den Robbenschutz gewonnen Mittel hinfließen werden: "Da nur noch 300 bis 400 Mönchsrobben übrig sind, müssen die letzten Rückzugsgebiete ständig überwacht werden; es gibt eine Aufzuchtstation für verlassene oder verletzte Jungtiere und auch auf politischer Ebene wirken wir auf die Einhaltung von Schutzvorschriften für die Robben und ihre letzten Lebensräume hin."

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe war früher über das gesamte Mittelmeergebiet und sogar auf den Kanaren verbreitet. Durch intensiven Tourismus, Meeresverschmutzung und Fischerei sind die scheuen Tiere in den letzten Jahrzehnten aber in abgelegene Höhlen an Steilküsten in Griechenland, der Türkei und in Mauretanien zurückgedrängt worden.

 

Weitere Informationen bei:

Stiftung Europäisches Naturerbe

Geschäftsstelle Radolfzell

Konstanzer Str. 22

78315 Radolfzell

Tel.: +49-7732 – 92 72-0

Fax: +49-7732 – 92 72 22

E-mail: info(at)euronatur.org

Internet: www.euronatur.org

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Widerstand gegen Flughafenbau in Albanien

Trotz ständigen Drucks seitens nationaler und internationaler NGOs hält die albanische Regierung am Bau eines Großflughafens bei Vlora fest – mitten…

Auszeichnung für slowenische Flussschützerin

Die Biologin Andreja Slameršek wurde am 11. November mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzpreis 2021 ausgezeichnet. Damit wird ihr unermüdlicher Kampf…

Albanische Gemeinde am Grünen Band Balkan ausgezeichnet

Die Kleinstadt Kukës im Nordosten Albaniens wurde als Modellgemeinde am Grünen Band ausgezeichnet. EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer…

EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer – der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. 32 Jahre später zielt das von der EU finanzierte Projekt…

Noch ein weiter Weg für Westbalkan-Staaten

EU-Kommission legt Länderberichte zu Beitrittskandidaten vor

Forderung: EIB muss Umwelt- und Sozialstandards verbessern

EuroNatur und Bankwatch fordern strengere Regeln bei Wasserkraftfinanzierung der Europäischen Investitionsbank.

Zeichen für die Artenvielfalt: EuroNatur-Preis an Forschende des IPBES verliehen

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden haben den EuroNatur-Preis 2021 erhalten ++ Wissenschaft macht auf dramatisches Artensterben…

Artenvielfalt retten: Forschende des Weltbiodiversitätsrats erhalten EuroNatur-Preis

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden erhalten den EuroNatur-Preis 2021 ++ Dramatisches Artensterben ist menschengemacht ++…

Zwei Studien zur Renaturierung der Save und ihrer Flussauen veröffentlicht

Zwei brandneue Studien zur Revitalisierung der Save und ihrer Auen wurden veröffentlicht und vom 19. bis 22. September im Rahmen des Projekts Sava…

Erneute Gewalt gegen Umweltaktivisten in Rumänien

In den Karpaten wurden ein Waldschützer sowie zwei Journalisten von mutmaßlichen illegalen Holzfällern brutal verprügelt. Dies ist nicht der erste…

Weißstörche und menschlicher Einfluss

Eine vierteilige Webinarreihe informiert über aktuelle Entwicklungen anthropogener Einflüsse auf das Leben von Weißstörchen. Die Auftaktveranstaltung…

Donau-Drau-Mur-Region als Biosphärenpark anerkannt

Nun ist es offiziell: Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur liegt Europas größtes Flussschutzgebiet. Auf einer Länge von 700 Kilometern…

Saline Ulcinj: 2 Jahre RAMSAR-Gebiet

Vor zwei Jahren, am 10. September 2019, wurde die Saline Ulcinj im Süden Montenegros zum RAMSAR-Gebiet erklärt, einem Feuchtgebiet von internationaler…

Fledermausquartier langfristig gesichert

++ Bauarbeiten an „Alter Brauerei“ in Franfurt/Oder abgeschlossen ++ Überwinterungsquartier für mehr als 1.200 Fledermäuse ++ Internationale…

Mönchsrobbe Kostas getötet

Die Mittelmeermönchsrobbe Kostas wurde 2018 nach einem schweren Sturm im Mittelmeer gefunden und in einer Aufzuchtstation wieder aufgepäppelt. Nach…