Mauretanische Mönchsrobben-Kolonie wächst

Gute Nachrichten von der mauretanischen Atlantikküste: Der Bestand der Mittelmeer-Mönchsrobbe ist angewachsen – 150 Tiere leben mittlerweile wieder am Cap Blanc, einem der letzten Rückzugsgebiete für die seltenen Meeressäuger.

© Pablo Fernández de Larrinoa/CBD-Habitat

Die Grundlage für diese positive Entwicklung wurde bereits vor einigen Jahren gelegt, als es EuroNatur-Partnern gelang, die Robbenhöhlen am Cap Blanc durch die Ausweisung eines Schutzgebietes zu erhalten. Seither sichert ein umfassendes Schutzprojekt das Überleben der letzten großen Kolonie der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Die ständige Präsenz von Wächtern bewahrt die Tiere vor illegalen Fischereiaktivitäten und anderen Störungen durch den Menschen.

Am Cap Blanc hat das Meer Höhlen aus dem Fels gefressen, in denen die Robben ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen können. Doch die wachsende Robbenkolonie braucht dringend mehr Platz. Früher einmal hatte sich ihr Lebensraum bis an die marokkanische Grenze und weit darüber hinaus erstreckt. Zwar gibt es hier auch heute noch geeignete Höhlen, doch illegale Fischereiaktivitäten und Muschelsucher gefährden und vertreiben die Tiere an diesen Küstenabschnitten.

Um die Tiere in einem wesentlich größeren Gebiet vor Störungen durch den Menschen schützen zu können, müssen das Überwachungsteam und seine Ausrüstung dringend aufgestockt werden. Nur so können die Wächter dafür sorgen, dass an der Küste nördlich des Cap Blanc eine weitere Robbenkolonie entstehen kann. Rund 40.000 Euro kosten die dringlichsten Anschaffungen wie ein Zodiac-Schlauchboot, Kletter- und Tauchausrüstung, Videokameras für die Höhlen und sonstiges Gerät. Nach Möglichkeit sollen Wächter bald auch die marokkanische Küste im Auge behalten, dafür wäre dann allerdings ein zweites Überwachungsteam nötig.

Helfen Sie uns, einen Teil des früheren Lebensraumes der Mittelmeer-Mönchsrobbe zurückzuerobern und werden Sie Mönchsrobben-Pate!

Weitere aktuelle Informationen über das Projekt finden Sie im Faltblatt „Wachsende Chancen für die Mönchsrobbe?“ Hier als pdf-Datei herunterladbar (305 Kb)

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