Projektpläne für Tišina

Im Rahmen des Projekts Sava TIES wurden Exkursionen organisiert, um das Vorkommen invasiver Pflanzenarten rund um Tišina zu bestimmen. Das untersuchte Areal befindet sich im Norden Bosnien-Herzegowinas direkt an der Save und ist als Natura 2000-Gebiet vorgeschlagen.

Save, Sava TIES, Tišina, Balkanflüsse

Am naturbelassenen Saveabschnitt um Tišina fühlen sich Schwäne und andere Wasservögel wohl.

© Iva Miljevic

„Es ist notwendig, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem invasiver gebietsfremder Pflanzenarten im Gebiet der Tišina zu lösen, einem der letzten Feuchtgebiete dieser Art in Bosnien-Herzegowina“, sagt Iva Miljevic vom Center for Environment. An einer der Exkursionen nahmen auch Experten aus Ungarn und Serbien teil. Sie bestätigten, dass schnelles Handeln notwendig ist. Etwas schwierig gestaltet sich allerdings die Ausweisung des geplanten Schutzgebiets. Obwohl es sich sowohl auf Seiten von Kroatien, als auch von Bosnien-Herzegowina befinden soll, hat bisher nur die bosnische Teilrepublik Srpska Wege zur Ausweisung des Schutzgebiets eingeleitet.

„In Bosnien-Herzegowina wird dem Problem der invasiven gebietsfremden Arten wenig oder gar keine Aufmerksamkeit geschenkt, so dass deren Auswirkungen auf heimische Arten und Ökosysteme nicht bekannt sind und es noch immer keine Strategie gibt, um gegen sie vorzugehen", beklagt Iva Miljevic. Aus diesem Grund wird das Center for Environment an der Erforschung und Kartierung der Pflanzengesellschaften arbeiten, die in dem Gebiet rund um Tisina vorkommen.

„Durch diese Forschung wollen wir detaillierte Informationen über die Vegetation des Gebiets sowie über das Vorkommen invasiver fremder Arten und deren Verbreitung erhalten. In der Fortsetzung des Projekts Sava TIES werden wir uns mit deren Beseitigung befassen und Empfehlungen für das weitere Management geben. Damit wollen wir das Überleben dieses wertvollen Ökosystems in der Zukunft gewährleisten, während die negativen Auswirkungen von Neophyten minimiert werden", erklärt das Center for Environment.

 

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