Save-Projektpartnertreffen in Zeiten von Corona

Zoom macht’s möglich: Trotz der Corona-bedingten Einschränkungen haben sich die Partner der beiden Projekte SavaParks II und Sava TIES virtuell getroffen und ausgetauscht.

<p>Grüße aus dem Home-Office</p>

© Green Ring

Um das SavaParks-Netzwerk zu stärken, fand Anfang April ein Sava TIES Projektpartnertreffen zusammen mit einem regionalen Workshop statt. Das Hauptziel des Workshops war es, die Vision und Mission sowie die Struktur des Netzwerks selbst zu definieren. Die Leiterin des Workshops, Mirjana Bartula von der Nature Conservation Movement Sremska Mitrovica, Serbien, erklärte: „Neben der Herausforderung, die besten Wege zum Umgang mit invasiven Arten zu finden, die das Kernanliegen des Sava TIES Projekts darstellt, ist es unser wichtiges Ziel, das Sava Parks Netzwerk sichtbarer zu machen und zu stärken". Ziel des Netzwerks ist es, die natürlichen und kulturellen Werte der Save von der Quelle bis zur Mündung, ihre Nebenflüsse und Überschwemmungsgebiete, die biologische Vielfalt und das kulturelle Erbe für heutige und künftige Generationen zu erhalten. Dies kann nur durch transnationale Zusammenarbeit erreicht werden.

Während des 5. Partnertreffens des Sava TIES Projekts wurden mehrere Aktivitäten vorgestellt: geplante Pilotmaßnahmen in Schutzgebieten für dieses Jahr, Entwicklung einer Datenbank über invasive Arten im Flusseinzugsgebiet der Save, Studien zur Landnutzung und Risikobewertungen für bestimmte Neophyten, die nachweislich große Probleme im Flusseinzugsgebiet der Save verursachen, wie z.B. der Bastardindigo oder die Kanadische Goldrute. Außerdem wurde die Aufnahme der Arbeit an den Überprüfungen der Länderpolitik, der Untersuchung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung invasiver Arten im Flusseinzugsgebiet der Save, eingeleitet. Ziel dieser Aktivität ist es, den nationalen und regionalen Entscheidungsträgern auf der Grundlage der Erfahrungen dieses Projekts Empfehlungen zu geben und diese schließlich in die Gesetzgebung zu übernehmen. Die Ergebnisse und Empfehlungen, die für die Bereiche Naturschutz, Land-, Forst- und Wasserwirtschaft relevant sind, werden in der Abschlusspublikation des Sava TIES-Projekts zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zu einem weiteren dreitägigen virtuellen Treffen kamen die Mitglieder des Sava Parks Netzwerks vom 25. bis 27. Mai 2020 zusammen und zeigten einmal mehr, wie gemeinsame Anstrengungen zu einem stärkeren Netzwerk führen. Dieses Treffen der Vertreter der Mitgliedsorganisationen ist eine Aktivität des Projekts "Sava Parks II - Freiheit für Sava", das von der Aage V. Jensen Charity Foundation finanziert wird. Ziel dieses Treffens war es, gemeinsame Entscheidungen in Bezug auf die Renaturierung der Save und seiner Überschwemmungsgebiete zu treffen. Die Machbarkeitsstudien, die die Grundlage für künftige Renaturierungsprojekte bilden, werden bis Anfang 2021 erstellt.

Bestimmte Flussabschnitte sind durch menschliche Aktivitäten verändert worden; ihre Wiederherstellung würde zur Erneuerung wertvoller Lebensräume und zu einem besseren Hochwasserschutz führen, aber auch das Risiko des Verlusts wertvoller Trinkwasserquellen verringern. Bei dem Treffen wurden Beispiele für laufende Renaturierungsprojekte vorgestellt: LIFE Stržen in Slowenien und DRAVA LIFE in Kroatien. Vertreter des Regionalparks Notranjska und des WWF Adria stellten Beispiele für bewährte Praktiken und Hindernisse vor, die bisher bei diesen LIFE-Projekten aufgetreten sind, und gaben den Netzwerkmitgliedern damit einen Einblick und nützliche Informationen, die zu einer besseren Ausarbeitung der Studien und der Umsetzung selbst beitragen werden. Um das Netzwerk zu stärken und zu verbessern, wurden Workshops abgehalten, die zur Verabschiedung der Vision, Mission und Struktur des Netzwerks führten, um eine bessere Sichtbarkeit und Funktionalität des SavaParks-Netzwerks zu erreichen.

Die Arbeit des Netzwerks hört damit jedoch nicht auf. Dieses virtuelle Treffen war äußerst fruchtbar, da die ersten Konzepte für künftige Projektideen entwickelt wurden. Dazu gehören drängende Themen wie die Erhaltung von Auenwäldern, Weiden und Grasland, die langsam aber stetig verschwinden, und die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, der die Erhaltung natürlicher, kultureller und traditioneller Werte fördert und zur Verbesserung des Lebens in der lokalen Umgebung beiträgt.

Obwohl sich die Mitglieder des Netzwerks nur virtuell treffen konnten, bleibt festzuhalten, dass beide Treffen im Hinblick auf den Informationsaustausch äußerst nützlich und erfolgreich waren. Die Zoom-Meetings boten zudem eine Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten positive Gedanken auszutauschen.

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