Überlebensbrücken für Bär und Co.

Zum Schutz von Bären, Wölfen, Luchsen und anderen Wildtieren werden in Kroatien und Polen neue Grünbrücken über Autobahnen und Schnellstraßen gebaut. An der Autobahn zwischen Karlovac und Split konnte EuroNatur gemeinsam mit dem Team von Prof. Djuro Huber von der Universität Zagreb fünf neue Grünbrücken und zahlreiche weitere Querungshilfen wie Viadukte und verlängerte Tunnels durchsetzen.

© Wolfgang A. Bajohr
© Gabriel Schwaderer

Grundlage hierfür waren die an der ersten Grünbrücke bei Dedin mit EuroNatur-Unterstützung erhobenen Daten zum Beleg ihrer Bedeutung als Querungsmöglichkeit für zahlreiche Wildtiere. Vier der fünf neuen Grünbrücken sind 100 m breit, eine ist 200 m breit. Alle Grünbrücken wurden von der Autobahnverwaltung mit einem Sandbett zur besseren Identifikation von querenden Wildtieren anhand der Spuren im Sand ausgestattet.

Einige der Grünbrücken werden zudem mit dem an der Grünbrücke Dedin erprobten Infrarot-System überwacht. Studenten und Mitarbeiter der Universität Zagreb erfassen Trittsiegel und per Lichtschranke festgehaltene Wildwechsel und werten die gewonnenen Daten aus. Die Ergebnisse der ersten Monate zeigen bereits, dass alle Grünbrücken sehr gut von Wildtieren angenommen werden. Durch das EuroNatur-Projekt wurden nun auch erste Grünbrücken in Polen bewilligt, wie etwa an der Autobahn A-18 an der polnische-deutschen Grenze, wo auf dem 70 km langen Abschnitt zwischen Olszyna und Golnice 11 Wildtier-Überführungen geplant sind.

Lesen Sie mehr dazu im euronatur-Magazin 4/2006 und 1/2007

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