Vogelgrippe: Wildvögel zu Unrecht unter Verdacht?

EuroNatur fordert Aufklärung über neuen Ausbruch

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Presseinformation vom 6. Februar 2007

 

 

 

 

 

Radolfzell. Die Umweltstiftung EuroNatur hat die EU-Kommission und Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer aufgefordert, neue Untersuchungen über die Ursachen des Ausbruchs der Vogelgrippe anzustellen. Die Tatsache, dass in England nun wieder ein quasi hermetisch von der Außenwelt abgeschnittener Betrieb betroffen sei, müsse nachdenklich stimmen, so der Präsident von EuroNatur, Claus-Peter Hutter. Bislang sei hauptsächlich die These vertreten worden, dass im Freiland gehaltene Nutztiere durch infizierte Wildvögel angesteckt würden. Nun aber sei wieder eine Massentierhaltung betroffen, in der Zehntausende Tiere abgeschirmt von der Umwelt gehalten würden. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Ansteckung über infiziertes Futter oder über Tiertransporte und nicht über Wildvögel erfolgt ist", sagte EuroNatur-Präsident Hutter.

EuroNatur erinnerte daran, dass industriell hergestelltes Tierfutter teilweise über den ganzen Globus hin und her transportiert werde und oft Inhaltstoffe enthalten seien, die beim Menschen Ekel, bei den Tieren aber eventuell Epidemien auslösen könnten. So werde dem Futter teilweise Tierkot beigemischt. Auch der BSE-Skandal sei vom Futter ausgegangen.

"Eine genauere Ursachenforschung ist zwingend notwendig, um nicht unnötig die Existenz jener landwirtschaftlichen Betriebe aufs Spiel zu setzen, die ihre Tiere artgerecht im Freiland halten", betont man bei EuroNatur.

 

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