Bär beim Honig naschen ertappt

Ein aktuelles Foto gibt es noch nicht, aber die Spuren sind verräterisch: Offensichtlich hat ein Braunbär diese Woche auf der Finca El Coronel im Kantabrischen Gebirge in Nordspanien an einem Bienenstock Honig genascht. Für EuroNatur-Partner Fapas ist das ein erfreuliches Ereignis.

Mit Kamerafallen gelingt es Fapas immer wieder, Bären in verschiedenen Lebenslagen zu fotografieren - hier beim Ausräubern eines Bienenstocks.

© Fapas

Denn die Bienenstöcke haben Roberto Hartasánchez, Präsident von Fapas und seine Kollegen auf der Finca extra für die hungrigen Räuber aufgestellt.
Für die Bären ist in ihrem westlichsten Verbreitungsgebiet in Europa die Nahrung knapp geworden. Die Imkerei im Kantabrischen Gebirge geht immer mehr zurück und mit den Bienen verschwinden auch die Beeren, eine der Hauptnahrungsquellen für die pelzigen Großsäuger. Gemeinsam mit EuroNatur kümmert sich Fapas darum, diese Situation zu verbessern. Dazu gehört neben dem Pflanzen von Früchte tragenden Bäumen in wichtigen Bärengebieten und dem Auslegen von Aas, dass Bienenstöcke gezielt aufgestellt werden. So auch auf der Finca El Coronel, die Fapas zu diesem Zweck gekauft hat.

Damit die Bären die Bienenstöcke nicht vollständig ausräubern und sich damit selbst die Nahrungsquelle abgraben, hat Fapas einen bärensicheren Bienenstock entwickelt, bei dem eine Betonplatte das Herz des Bienenstammes vor den hungrigen Räubern schützt. Doch das ist nur eine von vielen Maßnahmen. In ihrem Artikel „Mit Bären Kirschen essen“ beschreibt Kerstin Viering in der Frankfurter Rundschau das vielseitige Paket, das Fapas und EuroNatur für den Schutz der letzten Braunbären im Kantabrischen Gebirge geschnürt hat.


Zum Artikel „Mit Bären Kirschen essen“ in der Frankfurter Rundschau

Link zum Faltblatt "Spaniens letzte Bären" (pdf-Datei, 611 kb)

Link zu EuroNatur-Partner Fapas

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Berner Konvention hat Verbrechen an der Natur im Blick

Staudämme, Kraftwerke, Flughäfen: Zahlreiche Beschwerden von Naturschutzorganisationen gegen zerstörerische Projekte auf dem Balkan

Positionspapier: Energiegewinnung ohne Naturzerstörung ist der Weg zur Klimaneutralität 2040

Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur veröffentlicht heute ein Positionspapier, das einen neuen zukunftsfähigen Weg für…

Widerstand gegen Flughafenbau in Albanien

Trotz ständigen Drucks seitens nationaler und internationaler NGOs hält die albanische Regierung am Bau eines Großflughafens bei Vlora fest – mitten…

Auszeichnung für slowenische Flussschützerin

Die Biologin Andreja Slameršek wurde am 11. November mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzpreis 2021 ausgezeichnet. Damit wird ihr unermüdlicher Kampf…

Albanische Gemeinde am Grünen Band Balkan ausgezeichnet

Die Kleinstadt Kukës im Nordosten Albaniens wurde als Modellgemeinde am Grünen Band ausgezeichnet. EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer…

EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer – der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. 32 Jahre später zielt das von der EU finanzierte Projekt…

Noch ein weiter Weg für Westbalkan-Staaten

EU-Kommission legt Länderberichte zu Beitrittskandidaten vor

Forderung: EIB muss Umwelt- und Sozialstandards verbessern

EuroNatur und Bankwatch fordern strengere Regeln bei Wasserkraftfinanzierung der Europäischen Investitionsbank.

Zeichen für die Artenvielfalt: EuroNatur-Preis an Forschende des IPBES verliehen

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden haben den EuroNatur-Preis 2021 erhalten ++ Wissenschaft macht auf dramatisches Artensterben…

Artenvielfalt retten: Forschende des Weltbiodiversitätsrats erhalten EuroNatur-Preis

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden erhalten den EuroNatur-Preis 2021 ++ Dramatisches Artensterben ist menschengemacht ++…

Zwei Studien zur Renaturierung der Save und ihrer Flussauen veröffentlicht

Zwei brandneue Studien zur Revitalisierung der Save und ihrer Auen wurden veröffentlicht und vom 19. bis 22. September im Rahmen des Projekts Sava…

Erneute Gewalt gegen Umweltaktivisten in Rumänien

In den Karpaten wurden ein Waldschützer sowie zwei Journalisten von mutmaßlichen illegalen Holzfällern brutal verprügelt. Dies ist nicht der erste…

Weißstörche und menschlicher Einfluss

Eine vierteilige Webinarreihe informiert über aktuelle Entwicklungen anthropogener Einflüsse auf das Leben von Weißstörchen. Die Auftaktveranstaltung…

Donau-Drau-Mur-Region als Biosphärenpark anerkannt

Nun ist es offiziell: Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur liegt Europas größtes Flussschutzgebiet. Auf einer Länge von 700 Kilometern…

Saline Ulcinj: 2 Jahre RAMSAR-Gebiet

Vor zwei Jahren, am 10. September 2019, wurde die Saline Ulcinj im Süden Montenegros zum RAMSAR-Gebiet erklärt, einem Feuchtgebiet von internationaler…