Die Kehrseite der Skimedaille

Millionen Zuschauer werden am Wochenende das Abfahrtsrennen der Frauen im bulgarischen Bansko verfolgen. Was viele nicht wissen: Für fast die Hälfte der im Pirin Nationalpark gelegenen Skihänge wurden Wälder illegal abgeholzt.

Nach Einschätzung bulgarischer Naturschützer haben die Betreiber des Skigebiets damit nicht nur gegen nationales Recht, sondern auch gegen internationale Umweltgesetze sowie gegen die Regeln des Internationalen Skiverbands (FIS) verstoßen. Denn der Pirin Nationalpark gehört nicht nur zum UNESCO Weltnaturerbe, sondern ist auch Natura 2000-Gebiet sowie IUCN-Schutzgebiet der Kategorie 2. Majestätische Gipfel, wildromantische Wälder, glasklare Bergseen und atemberaubend schöne Wasserfälle machen den Pirin-Nationalpark zu einem der naturlandschaftlichen Höhepunkte Bulgariens. Zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Braunbär finden hier eine Heimat.

Den Flächen im Pirin-Gebirge könnten bald weitere Waldbestände folgen. Denn die bulgarische Regierung plant eine Änderung der Naturschutzgesetzgebung. Diese soll es ermöglichen, zukünftig auch in Schutzgebieten ungehindert Wälder abzuholzen. Hinter den Plänen steckt vermutlich die einflussreiche Tourismuslobby, die Skipisten erweitern und neu anlegen will.

Die Verbändeallianz „For the Nature in Bulgaria“, zu der auch die EuroNatur-Partnerorganisationen Balkani Wildlife Society und Green Balkans gehören, hat daher eine Kampagne gestartet. Ziel ist es, die Gesetzesänderungen zu verhindern und den Raubbau an Bulgariens Naturschätzen zu stoppen.



Zur Pressemitteilung der Verbändeallianz „For the Nature of Bulgaria“

 

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