Ein Netzwerk für die Prespa-Region

Der Kleine Prespa-See beherbergt mit über 1000 Paaren die größte Brutkolonie des Krauskopfpelikans.

© Andreas Volz

„Das ist wirklich ein beeindruckendes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement auf dem Balkan“, lobt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer die neue Gemeinschaftsinitiative PrespaNet der Naturschutz-Verbände Macedonian Ecological Society (MES), Protection and Preservation of Natural Environment in Albania (PPNEA) und Society for the Protection of Prespa (SPP).

Vertreter der drei Organisationen kamen jetzt im griechischen Laimos zusammen, um das grenzübergreifende Umweltnetzwerk zu gründen. Ziel ist es, gemeinsam die Natur- und Kulturschätze der Region rund um die beiden Prespaseen im Dreiländereck Mazedonien, Albanien und Griechenland dauerhaft zu sichern und die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.


Die abwechslungsreiche Seen- und Gebirgslandschaft zählt zu den ökologisch wertvollsten Abschnitten des Grünen Bandes Europa. So brüten hier vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie der Krauskopfpelikan noch in großer Zahl und profitieren vom außerordentlichen Fischreichtum der Seen. Doch Überfischung, intensive Bewässerungslandwirtschaft und Überweidung gefährden das einzigartige Naturjuwel.


Gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort setzt sich EuroNatur seit vielen Jahren für einen wirksamen, grenzübergreifenden Schutz der Region ein. Doch aufgrund der angespannten politischen Lage insbesondere zwischen Mazedonien und Griechenland konnten bisher nur geringe Fortschritte erzielt werden. „Die aktuelle Vereinbarung der drei Verbände ist eine großartige Antwort auf das Unvermögen der Regierungen, die drängenden ökologischen Probleme in der Dreiländerregion anzugehen“, sagt Gabriel Schwaderer.


Zur gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände

Mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Naturschätze in der Prespa-Ohrid-Region

 

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