Mavrovo-Nationalpark: Vier Luchse im Blitzlicht!

„Dieser Erfolg kann sich wirklich sehen lassen“, freut sich EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Innerhalb von einer Woche haben Fotofallen im mazedonischen Mavrovo-Nationalpark vier Balkanluchse abgelichtet.

In die Kamerafalle getappt: Luchs im Mavrovo-Nationalpark

© MES/SCOPES, SNF

Mitarbeiter der EuroNatur-Partnerorganisation Macedonian Ecological Society (MES) hatten in der Woche vom 9. bis 14. März dieses Jahres an 32 strategisch günstig gelegenen Stellen insgesamt 64 Kamerafallen aufgestellt. Insgesamt sieben Mal lief in diesem Zeitraum ein Luchs ins Bild. Die Auswertungen der Fallenfotos zeigten, dass es sich dabei um vier verschiedene Individuen handelt – darunter vermutlich ein Weibchen, ein Jungtier und zwei Männchen.

„Der Fotofallenerfolg zeigt die hohe Bedeutung des Mavrovo-Nationalparks als Lebensraum für die Balkanluchse“, ist Thies Geertz überzeugt. Das Schutzgebiet nahe der albanischen Grenze gilt als Hauptverbreitungsgebiet der Luchse. Die aktuellen Feldstudien haben dies erneut eindrücklich bestätigt. Umso wichtiger ist es, diesen einzigartigen Naturraum vor Bedrohungen zu schützen. EuroNatur wird sich daher auch weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, zerstörerische Eingriffe wie die im Nationalpark geplanten Staudammprojekte zu verhindern.


Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Balkanluchse

 


 

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsstelle für Großraubtiere in der Schweiz), MES und PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania) hat EuroNatur im Jahr 2006 das „Balkan Lynx Recovery Programme“(BLPR), ein Projekt zum Schutz des Balkanluchses, ins Leben gerufen. Die Feldstudien zur Ökologie des Balkanluchses werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Rahmen des Programms SCOPES (Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland) finanziell unterstützt.

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