„Nachwuchs“ für den Vogelschutz

„Das Netzwerk aus Vogelbeobachtern ist wieder gewachsen“, freut sich EuroNatur-Projektleiterin Romy Durst. Anfang Dezember führten EuroNatur und die Gesellschaft für Vogelschutz und Vogelkunde Serbiens (BSPSS) nahe Novi Sad in Serbien einen dreitägigen Workshop zur Internationalen Winterwasservogelzählung (IWC) durch. Über 100 ehrenamtliche Vogelschützer wurden dafür ausgebildet, bei der jährlichen Erhebung der Winterwasservogelbestände mitzuwirken. Die erhobenen Daten sind eine wesentliche Grundlage, um die  Bestände der Wasservogelpopulationen weltweit sowie entlang der Adria-Zugroute (Adriatic Flyway) zu überwachen.


Auf mehreren Exkursionen in das nahegelegene Schutzgebiet Slano Kopovo hatten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, ihr neu erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Zudem wurden sie Zeugen eines spektakulären Naturschauspiels: Über 17.000 Kraniche und 9.000 Gänse flogen am Abend des 1. Dezembers in Slano Kopovo ein, um sich in den Salzlaken des Schutzgebiets ein Nachtquartier zu suchen.

Bereits seit 1967 organisiert Wetlands International den International Waterbird Census (IWC). Das System ist einfach: Wichtige Wasservogelrastplätze werden im Januar um die Monatsmitte herum ausgezählt -  größtenteils von Freiwilligen. Doch nicht überall ist das Netzwerk aus Wasservogel-Zählern bereits ausreichend dicht: Gerade auf dem Balkan fehlt es noch in vielen Ländern an erfahrenen Beobachtern. EuroNatur setzt sich durch fachliche und finanzielle Hilfestellung seit mehreren Jahren intensiv dafür ein, diese Lücken zu schließen.



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