Vorletztes Treffen der Projektpartner & 50 Jahre World Wetlands Day

<p>Naturschützer*Innen aus fünf Ländern kommen im Sava TIES-Projekt zusammen - derzeit aber nur online.</p>

Projektpartnertreffen

Das Projekt Sava TIES nähert sich allmählich seinem Ende zu. Ende Februar hatte das vorletzte Treffen des Projektteams stattgefunden – aufgrund der Pandemiesituation wieder online. Alle Beteiligten hoffen, dass zum letzten Treffen der Projektpartner zumindest einige Save-Schützerinnen persönlich zusammen kommen können. Neben dem Treffen fand am darauffolgenden Tag der vierte regionale Workshop zur Entwicklung und Stärkung der Kapazitäten des SavaParks-Netzwerks statt sowie das dritte Seminar, das sich mit positiven Beispielen des Managements invasiver gebietsfremder Arten befasste. Mehr als dreißig Teilnehmerinnen und Netzwerkmitglieder nahmen an dem Workshop und der Trainingseinheit teil.

Um das Netzwerk zu stärken und es beim Schutz der natürlichen und kulturellen Werte des Sava-Einzugsgebietes effizienter zu machen, wurde auf dem Workshop die Möglichkeit einer formellen Registrierung des Netzwerks angesprochen. Das Bestreben der Mitglieder ist, dass das Netzwerk eine formell registrierte Körperschaft wird, die in allen fünf Mitgliedsländern (Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Deutschland) und darüber hinaus im Ausland anerkannt ist. Ziel ist es, das Netzwerk, unabhängig von den laufenden Projekten, auch aktiv und effizient zu gestalten. Dieses Thema wird auf dem abschließenden Sava TIES-Projekttreffen im Mai weiter diskutiert werden, wenn die Zukunft des Netzwerks definiert wird.

Im Rahmen des Seminars zum Thema "Best Practices im Management invasiver gebietsfremder Arten" teilten die Referentinnen und Referenten ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den Netzwerkmitgliedern. Bei den Referenten handelte es sich um renommierte Expertinnen aus verschiedenen Teilen der Welt, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den Netzwerkmitgliedern teilten. Dieses Zusammentreffen globaler Perspektiven führte zu einem äußerst wertvollen Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen der Expertengruppe, die ein gemeinsames Ziel verfolgt – einen effizienteren Umgang mit Neophyten.

World Wetlands Day

Einige Wochen zuvor, am 2. Februar 2021, wurde der World Wetlands Day (WWD) auch an der Save gefeiert. Am WWD wird das globale Bewusstsein für die große Bedeutung von Feuchtgebieten für die Menschheit und unseren Planeten geschärft. Hintergrund des WWD ist die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten in der nordiranischen Stadt Ramsar im Jahre 1971.

„Feuchtgebiete und Wasser“ lautete das Motto des diesjährigen WWD. Damit soll im Jubiläumsjahr der Konvention der Fokus auf Feuchtgebiete als wichtige Süßwasserquelle gelegt werden. Die Menschheit steht vor einer wachsenden ‚Süßwasserkrise‘, die auch die Artenvielfalt massiv bedroht. Wir verbrauchen mehr Süßwasser, als die Natur wieder auffüllen kann, und zerstören vor allem die Ökosysteme, von denen alles Leben auf der Erde am meisten abhängt – Feuchtgebiete.

Die diesjährige Kampagne hebt den Beitrag von Feuchtgebieten zur Quantität und Qualität des Süßwassers auf unserem Planeten hervor. Wasser und Feuchtgebiete sind in einer untrennbaren Koexistenz verbunden, die für das Leben, unser Wohlbefinden und die Gesundheit unseres Planeten lebenswichtig ist.

Online-Workshop

Zum Schluss noch ein Terminhinweis: Am 5. Mai 2021 findet das letzte Online-Training für Stakeholder zum Management invasiver Arten in den Save-Anrainerstaaten statt. Nachdem Ende März, bzw. Anfang April bereits Online-Tagungen für Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien abgehalten wurden, liegt der Fokus dann auf Serbien. Der Workshop richtet sich an Beschäftigte von Unternehmen, Institutionen und Organisationen, deren Arbeit das Management von Naturschutzgebieten umfasst, die mit den Herausforderungen des Managements gebietsfremder Arten konfrontiert sind. Die Resonanz auf die bisher durchgeführten Schulungen war hervorragend, was die Gesamtzahl der Teilnehmer von mehr als hundert zeigt. Die Teilnehmerinnen der Workshops diskutierten z.B. über Schwierigkeiten und mögliche Lösungen beim Management von Neophyten, auch anhand konkreter Beispiele wie des Bastardindigos oder der Kanadischen Goldrute. Einig waren sich alle Beteiligten in der Frage, dass eine grenzübergreifende Zusammenarbeit für ein effektives Vorgehen gegen invasive Arten notwendig ist, denn Neophyten kennen keine Staatsgrenzen.

Die Schulungen wurden von den Mitarbeiterinnen der öffentlichen Einrichtungen Naturpark Lonjsko polje und Zeleni Prsten Public Institution of the Zagreb County in Kroatien, des Nationalparks Una und des Zentrums für Umwelt in Bosnien-Herzegowina sowie der öffentlichen Einrichtung Naturpark Ljubljansko barje in Slowenien organisiert und durchgeführt, zusammen mit Unterstützung der unabhängigen Expertin Jana Kus Veenvliet. Die letzte Trainingseinheit wird von den Partnern aus Serbien durchgeführt, dem Institute for Nature Conservation of Vojvodina Province, Public Enterprise “Vojvodinašume” und Nature Conservation Movement Sremska Mitrovica.

 

 

 

 

 

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