Albanische Gemeinde Kutë wird Solardorf

Nach einer Spendenaktion werden auf den Dächern öffentlicher Gebäude im Dorf Kutë an der Vjosa Solarpaneele installiert. Sie dienen der Stromversorgung – bewusst als Alternative zur Wasserkraft.

Menschen aus Kutë vor Gebäude mit Solarpaneel

Aufbruch in eine neue Energiezukunft: In Kutë erzeugen Solarpaneele auf mehreren öffentlichen Gebäuden naturverträglichen Strom.

© Christiane Schmidt

Am 3. Dezember ist offiziell das Projekt „Solar in Kutë“ gestartet. Seither werden fünf öffentliche Gebäude im Dorf an der Vjosa mit Strom aus Sonnenkraft versorgt, unter anderem die Schule und das Gesundheitszentrum von Kutë. Das Projekt ist eine erfolgreiche Initiative, die wir mit unseren Partnerorganisationen EcoAlbania und Riverwatch im vergangenen Jahr ins Leben gerufen haben. Die Initiative hat über ein Jahr erfolgreich Spenden gesammelt, einschließlich Crowdfunding, um die Energiegewinnung mit Hilfe von Solarpaneelen zu ermöglichen.

Dabei ist Kutë als erstes Solardorf Albaniens nicht zufällig gewählt. Es handelt sich um eine der Gemeinden im Vjosa-Tal, die massiv vom Staudamm Poçem betroffen wären. „Wir hatten die Idee, Kutë mit Solarenergie zu versorgen, um die Botschaft zu vermitteln, dass die örtlichen Gemeinden weniger schädliche Alternativen zur Energieerzeugung finden können“, sagt Olsi Nika, Geschäftsführer von EcoAlbania. „Durch die Nutzung der Dachflächen als Standorte für die Solarpaneele wollen wir ein deutliches Signal für die Zukunft setzen: Weg von der Ungewissheit, ob hier durch den Staudamm alles überschwemmt wird, hin zu einem Dorf mit einer wirtschaftlich tragfähigen und wirklich umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequelle“, so Nika weiter.

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