Eins, zwei, viele - Workshop zur „Wasservogel-Inventur“

In praktischen Übungen lernten die Teilnehmer, wie man Wasservögel nach internationalen Standards zählt und schätzt.

© Rezart Halili

Die Teilnehmer des IWC-Workshops.

© Rezart Halili

Im kommenden Januar findet sie wieder statt: die Mittwinter-Wasservogelzählung (engl.: International Waterbird Census). Auch in den Rastgebieten entlang der Adria -Zugroute (Adriatic Flyway) sollen Vogelbeobachter die dort rastenden Wasservögel erfassen. Dazu wurden vom 16. bis 18. November Vertreter von neun EuroNatur-Partnerorganisationen auf einem von EuroNatur und der kroatischen NGO Biom organisierten zweitägigen Praxis-Workshop in Metkovic im Neretva-Delta in Kroatien geschult.

Die Teilnehmer des Workshops erfuhren unter anderem, wie man ein Netzwerk von Zählern aufbaut, Zählungen plant und die erhobenen Daten analysiert. Auf einer Feldexkursion lernten die Vogelschützer anhand konkreter Übungen, wie man eine Zähleinheit definiert und Vögel in einem rastenden bzw. fliegenden Schwarm zählt oder schätzt.

Bereits seit 1967 organisiert Wetlands International den IWC. Das Prinzip ist einfach: Wichtige Wasservogelrastplätze werden im Januar um die Monatsmitte herum synchron ausgezählt. Aktuell nehmen weltweit über 100 Länder teil. Die Daten liefern entscheidende Informationen für Aktivitäten zum Schutz von Wasservögeln und ihren Lebensräumen. So lassen sich Veränderungen in Verbreitung und Bestandsgröße leichter aufdecken und Maßnahmen gegen Bedrohungen damit frühzeitig planen.

Das dreitägige Praxisseminar zum International Waterbird Census (IWC) ist Teil einer Reihe von Workshops, die im Rahmen des von der Mava-Stiftung und EuroNatur-Spendern unterstützten Projektes zum Schutz der Zugvögel entlang des Adriatic Flyway stattfinden.



Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Zugvögel

 

 

 

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