EU-Parlament: Kritik an Fracking, aber kein Moratorium

Die EU-Palamentarier fordern, Fracking in Trinkwasserschutzgebieten wie der Senne künftig zu verbieten.

© Walter Venne

Das Europäische Parlament hat am vergangenen Mittwoch mit großer Mehrheit einem Antrag des Umweltausschusses zum sogenannten Fracking zugestimmt. Darin forderten die Parlamentarier unter anderem, die umstrittene Gasfördermethode in Trinkwasserschutzgebieten künftig zu verbieten. Ein Antrag für ein Moratorium wurde jedoch abgelehnt. 


Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter starkem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um dort gebundenes Erdgas herauszulösen. Anwohner, Naturschützer und Wasserversorger wie EuroNatur-Partner Gelsenwasser sehen die Fördermethode mit großer Sorge: Sie alle befürchten eine Verseuchung des Grund- und Trinkwassers. Natur- und Umweltschutzverbände wie EuroNatur kritisieren zudem die Zerstörung von Deckschichten im Boden und den hohen Wasserverbrauch.



Mit der Annahme des Fracking-kritischen Antrags hat sich das Europäische Parlament den Bedenken von Bürgern und Naturschützern weitgehend angeschlossen. Der Vorstoß der Grünen für ein generelles, europaweites Verbot fand jedoch keine Mehrheit. Insgesamt forderten die Abgeordneten eine Überarbeitung des europäischen Rechtsrahmens, um auch dort strenge Sicherheitsstandards zu gewährleisten, wo die Mitgliedstaaten die Technologie nutzen wollen.



Zur Meldung „Kein Moratorium für Fracking“ des DNR vom 22.11.2012

Zum Artikel „EU kritisiert Fracking“ in der Zeitung „Der Westen“ vom 24.11.2012

 

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