EuroNatur - Umweltpreis 2003 geht an Michail Gorbatschow

EuroNatur: Gorbatschow Brückenbauer für breite internationale Umweltverständigung

Presseinformation vom 10. Januar 2003

Stuttgart. Der von der Stiftung Europäisches Naturerbe vergebene EuroNatur-Umweltpreis geht 2003 an Michail Gorbatschow (71), früherer Präsident der Sowjetunion und heutiger Präsident der Vereinigung "Green Cross International".

Gorbatschow wird nach Mitteilung der Umweltstiftung EuroNatur für seine Verdienste um die internationale Umweltverständigung geehrt. Wie EuroNatur-Präsident Claus-Peter Hutter betonte, habe sich Michail Gorbatschow schon lange vor der politischen Wende - und oft gegen große Widerstände in seinem eigenen Land - für konsequenten Umweltschutz stark gemacht und sich u.a. für die Beseitigung umweltgefährdender militärischer Altlasten sowie für die Reinhaltung der Gewässer und den Schutz der Böden eingesetzt. Gorbatschow, der 1993 die Organisation "Green Cross International" (Grünes Kreuz International) gründete, engagiert sich weltweit für Themen der rationellen Energieverwendung, der Linderung umweltzerstörender Kriegsfolgen und gegen ein weiteres Voranschreiten der Wüstengebiete der Welt.

Hutter bezeichnete Gorbatschow als einen Brückenbauer, der es nicht nur geschafft habe den kalten Krieg zu überwinden, sondern auch heute unermüdlich daran arbeite, dass der weltweite Krieg gegen die Natur und die damit verbundene Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlagen ein Ende finde. Gorbatschow habe als einer der Wegbereiter der deutschen Einheit die Räumung früherer russischer Militärgebiete im Osten Deutschlands ermöglicht und letztlich auch dazu beigetragen, dass dort Nationalparke als wertvolle Überlebensräume bedrohter Tiere und Pflanzen ausgewiesen werden konnten.

Die Preisverleihung erfolgt nach Mitteilung von EuroNatur voraussichtlich im Juli 2003 in Ludwigsburg bei Stuttgart. Vorangegangene EuroNatur-Umweltpreisträger waren neben dem Britischen Thronfolger Prinz Charles und UN-Umweltchef Prof. Dr. Klaus Töpfer u.a. Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Jürgen Weber, der DaimlerChrysler Bevollmächtigte für Wirtschafts- und Außenpolitik Matthias Kleinert, der heutige Ministerpräsident von Brandenburg Matthias Platzeck sowie der damalige ZDF-Intendant Dieter Stolte und ARD-Filmemacher Prof. Dr. Ernst Waldemar Bauer (Wunder der Erde).

 

Bei Rückfragen:

EuroNatur Geschäftsstelle

Konstanzer Str. 22

78315 Radolfzell

Telefon: 07732/92720; Fax: 07732/927222

e-mail: info(at)euronatur.org

EuroNatur Geschäftsstelle

Bahnhofstraße 35

71638 Ludwigsburg

Telefon: 07141/920321; Fax: 07141/901183

e-mail: ludwigsburg(at)euronatur.org

Internet: www.euronatur.org

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Neues Braunbärenprojekt gestartet

Ein wichtiger Schritt für den Schutz der Dinariden-Pindos-Bärenpopulation: In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf dem Balkan und der…

Putins Angriffskrieg und die europäische Energiekrise

Russland ist in die Ukraine einmarschiert. Unsere Blog-Autorin Bruna Campos ist unverändert schockiert über das, was dort passiert. Krieg ist…

Vogelschützer streiten für sichere Adria-Zugroute

++ Der Vogelzug ist in vollem Gange ++ Jedes Jahr werden Tausende Zugvögel auf dem Balkan illegal getötet ++ 4. Adriatic Flyway-Konferenz tagt in…

Weltwassertag 2022: Grundwasser: „die Leber“ unserer Flüsse

In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „das Unsichtbare sichtbar machen“ und legt besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des…

Wasserkraft als Klimaretter? Ein längst überholter Mythos

Flusstäler sind fruchtbare Lebensräume für Mensch und Tier. Ihre Zerstörung – um vermeintlich klimafreundliche Wasserkraftenergie zu erzeugen – hat…

Vier Mönchsgeier in Bulgarien vergiftet

Tragödie für den Naturschutz in Bulgarien: Mehrere ausgewilderte Mönchsgeier wurden in der Nähe des Dorfes Ticha vergiftet. Ein herber Rückschlag für…

Vogelgrippe am griechischen Prespa-See

Die Vogelgrippe H5N1 grassiert in diesem Winter besonders stark. Überregionale Aufmerksamkeit erregte das tausendfache Sterben der Kraniche im…

Wälder – Eierlegende Wollmilchsäue?

Die Erwartungen an das, was Wälder leisten sollen, sind hoch. Sie sollen vielfältige Lebensräume bieten, wild-romantische Sehnsüchte erfüllen,…

Illegaler Holzeinschlag in Rumäniens Naturwäldern nimmt trotz Gerichtsdrohung zu

Neue Daten belegen, dass die Zerstörung der letzten großen verbliebenen Ur- und Naturwälder der EU in Rumänien unvermindert anhält.

BESTbelt – Mehr Energie für das Grüne Band Europa

++ Start zur Einreichung von Projektvorschlägen für EU-gefördertes Projekt "BESTbelt" ++ Initiative soll lokalen Naturschutzorganisationen den Zugang…

Letztes Webinar zu Weißstörchen

Die vierteilige Webinarreihe zum Thema „Menschliche Einflüsse auf die Ökologie der Weißstörche“ nähert sich ihrem Ende. Am Samstag, 19. Februar von…

EuroNatur startet Meinungsbeiträge zur Energiewende

Sind Atomkraft und Erdgas nachhaltige Energiequellen? Was die EU-Kommission am Silvesterabend verkündet hat, tritt nun in Kraft: Atom und Gas werden…

Flughafenbau in Albanien droht bedeutendes Feuchtgebiet zu zerstören

++ Albanische Regierung plant Flughafenbau in der Narta-Lagune ++ Mögliche Korrektur der Schutzgebietsgrenze Vjosa-Narta ++ Am 2. Februar ist…

Deutsche KfW-Bank zieht sich aus Staudammprojekt in Bosnien-Herzegowina zurück

Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat heute bestätigt, dass sie ihre Pläne zur Finanzierung des umstrittenen Janjići-Wasserkraftwerks am Fluss Bosna…

Gestiegene Fledermauszahlen im Winterquartier

Fledermausfreunde und -schützerinnen haben die kalte Jahreszeit genutzt, um die Winterbestände von Großem Mausohr und Co. zu erfassen. Es war die…