Genießen und gleichzeitig die Landschaft schützen

Umweltstiftung EuroNatur: Ostermenü aus heimischen Produkten hilft Heidelerche und Frühlingsenzian

Presseinformation vom 22. März 2005

Radolfzell. Wer sich jetzt die Zutaten für ein Festtagsmenü zu Ostern beschafft, sollte gerade beim Lammfleisch auf die heimische Herkunft achten; darauf wies jetzt die internationale Umweltstiftung EuroNatur hin. Wie EuroNatur-Präsident Claus-Peter Hutter betonte, helfe jeder, der Lammfleisch aus heimischer Schaf-Weidehaltung kaufe, erlebnisreiche Kulturlandschaften wie die typischen Wacholderheiden und andere Trockenrasen mit einer blumenbunten Vielfalt zu erhalten. Den Verbrauchern sei oftmals nicht bewusst, dass viele Elemente unserer Kulturlandschaft nur erhalten werden können, wenn auch entsprechende Nutzungsformen fortbestehen. Ohne die Magerwiesen der Heideflächen und Trockenrasen fehlen viele Blumenarten, damit geht auch die Lebensgrundlage für Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz und Bläuling verloren. Da sich der Aufwand, die Trockenrasen offen zu halten, für viele Bauern nicht mehr lohne und Staat und Gemeinden nicht die Mittel für großflächige künstliche Pflege bereitstellen könnten, sei die Beweidung mit Schafen und Ziegen eine gute Alternative. Langfristig allerdings nur, wenn Schäfer und Ziegenhalter auch einen entsprechenden Absatz für ihre Produkte finden.

"Wer einen leckeren Lammbraten zu Ostern zubereitet, hilft mit, dass man später auch noch die Vielfalt an Blumen und Schmetterlingen sowie den Gesang selten gewordener Vogelarten erleben kann", betont man bei der Umweltstiftung EuroNatur, welche mit ihrer Aktion "Gourmets for Nature" eine neue Verständigung von Küche und Landschaft, von Natur und Kultur erreichen will. EuroNatur-Präsident Claus-Peter Hutter: "Da heute nur noch wenige Menschen in der Landwirtschaft arbeiten, sind viele Bezüge zur Feldflur unserer Landschaft einfach verloren gegangen. Viele Kinder kennen heute mehr Automarken als Wildpflanzen". Viele Menschen hätten heute keine Gelegenheit mehr, im Frühjahr die Feldhasen beim Hakenschlagen zu beobachten. Die Osterzeit sollte deshalb auch genutzt werden, die faszinierende Vielfalt der Natur in der Landschaft zu entdecken.

 

Für die Aktion "Gourmets for Nature" hat der bekannte Meisterkoch Johann Lafer den folgenden Rezeptvorschlag entwickelt:

Natur pur: Lammeintopf

Eine Lammschulter auslösen und das Lammfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Fleischwürfel mit Knoblauch und Olivenöl marinieren. Für einen Lammfond die Knochen in einen Topf geben, Karotten, Sellerie, Zwiebelhälften, Lauch, Petersilie, Knoblauchzehen, Thymian, Tomaten, Pfefferkörner, Lorbeer und Salz beigeben. Mit Wasser auffüllen und zwei Stunden unter mehrmaligem Abschäumen leicht kochen lassen. Das marinierte Lammfleisch in einem heißen Topf gut anbraten, Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Weißkohl und Lauch dazugeben und mitdünsten. Vom Lammfond das Fett abschöpfen, den Fond durch ein feines Sieb passieren und das Lammfleisch damit ablöschen. Kümmel, Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter und Thymian beigeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 50 Minuten garen lassen. In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen und waschen. 15 Minuten vor Ende der Eintopfgarzeit die Kartoffeln mit einer Meerrettichreibe hineinreiben. Die Kartoffeln binden den Lammeintopf. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken und Petersilie einstreuen. Dazu schmecken Spätzle.

 

Bei Rückfragen:

Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur)

Geschäftsstelle Ludwigsburg

Bahnhofstr. 35

71638 Ludwigsburg

Tel.: 07141-920321

Fax: 07141-901183

Email: ludwigsburg(at)euronatur.org

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