Traditioneller Grasschnitt für den Wachtelkönig

Vor diesem Sensenmann muss man sich nicht fürchten. Durch seine schonende Art der Mahd gibt es keine Verluste für Wachtelkönig und andere Bodenbrüter.

© Green Ring

Traditionelle Landwirtschaft kann Knochenarbeit sein - und wird seit Jahrhunderten zu einem großen Teil von Frauen bewältigt.

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Der Wachtelkönig (Crex crex) aus der Familie der Rallen ist ein extrem heimlicher Vogel, den selbst versierte Ornithologen nur selten zu Gesicht bekommen. Das liegt aber auch daran, dass der Wachtelkönig selten geworden ist. Während seine Bestände in West- und Mitteleuropa dramatisch abgenommen haben, kommt er in Osteuropa noch häufiger vor. Doch auch dort hängt das Überleben der Art vom Erhalt feuchter Wiesen ab.

In Kroatien gibt es im Einzugsgebiet der Save noch viele Feuchtwiesen. Bei einer Veranstaltung in Donja Zdenčina wurde auf die traditionelle Art des Mähens hingewiesen. Diese Form der Landwirtschaft hat nämlich einen doppelten positiven Charakter. Der Verlust von Gelegen und Jungvögeln durch moderne Mähmaschinen ist enorm; beim Schnitt mit der Sense droht diese Gefahr für Wachtelkönig und Co. nicht. Außerdem werden durch die traditionelle Mähweise gebietsfremde invasive Pflanzenarten eliminiert. Diese überwachsen an vielen Stellen auf den Feuchtwiesen an der Save die heimischen Pflanzen und wirken sich somit nachteilig auf den Lebensraum aus.

Die Aktivitäten der Landwirte, die in traditionellen Kleidern der ländlichen Bevölkerung die Sense geschwungen haben, zeigten den Besuchern der Veranstaltung eine Lösung auf, bei der nicht nur die Natur geschützt, sondern auch lokale Traditionen gepflegt werden.

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