Von Mallorca bis Troia

ZDF.umwelt berichtet über EuroNatur-Mittelmeer-Projekte

Presseinformation vom 1. Juli 2004

Radolfzell. Sanfter Tourismus, eine naturverträgliche Landwirtschaft und Fischerei. Das sind die Ziele für die sich die internationale Umweltstiftung EuroNatur am Mittelmeer einsetzt. "Viele Mittelmeer-Regionen haben sich gerade wegen ihrer vielfältigen Naturschätze zu beliebten Urlaubszielen entwickelt. Um so wichtiger ist es, die touristische Entwicklung im Einklang mit der Natur zu gestalten. Das liegt im Interesse von Bewohnern und Besuchern gleichermaßen", sagt EuroNatur-Präsident Claus-Peter Hutter im Vorfeld der jetzt beginnenden Sommerferien.

Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ist das Mittelmeer auf bestürzende Weise missbraucht worden. Die Abwässer der Städte gelangen vielfach ohne jede Vorbehandlung ins Meer. Baugebiete stoßen in die letzten noch unberührten Gegenden vor. Staudämme legen Flussdeltas trocken. Öltanker hinterlassen eine tödliche Spur der Verschmutzung. Massentourismus nimmt keine Rücksicht auf Korallenbänke oder Eiablagestrände von Meeresschildkröten. Der Fischbestand wird erbarmungslos ausgebeutet, und die Gefahr ist groß, dass bedrohte Arten wie die Mönchsrobben, Meeresschildkröten und Delfine ganz aus dem Mittelmeer verschwinden. Hier setzen nach Mitteilung von Claus-Peter Hutter die EuroNatur Projekte an. Dabei werden Schutzzonen so eingerichtet, dass die Wertschöpfung für die lokale Bevölkerung durch naturverträglichen Tourismus gewährleistet und der Natur echt geholfen wird.

"ZDF.umwelt" ist vom 4. Juli bis 1. August 2004 jeweils Sonntags um 13.15 Uhr unterwegs entlang der Mittelmeerküste und berichtet über fünf Regionen, in denen auch EuroNatur aktiv ist. Los geht es am 4. Juli mit der Sendung über die Ferieninsel Mallorca. Der Naturpark Serra de Tramuntana, ein Eldorado für Wanderer und Mountainbiker wird ebenso vorgestellt wie die Möglichkeit, auf einer Finca die traditionelle Landwirtschaft hautnah zu erleben. Freizeitangebote und kulinarische Besonderheiten wie die der Mandeln auf Mallorca oder der Auberginen in der Türkei kommen nicht zu kurz. Die weiteren Sendungen beschäftigen sich mit Camargue und Crau in Südfrankreich (11.7.), Ligurien und Piemont (18.7.), dem türkischen Troia Nationalpark (25.7.) und am 1. August mit der Inselgruppe der Nördlichen Sporaden in Griechenland.

Weitere Infos zur Sendereihe bei ZDF.umwelt

 

Bei Rückfragen:

Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur)

Konstanzer Str. 22

78315 Radolfzell

Tel. 07732 - 92 72 0

Fax 07732 - 92 72 22

E-mail info(at)euronatur.org

Internet www.euronatur.org

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Neues Braunbärenprojekt gestartet

Ein wichtiger Schritt für den Schutz der Dinariden-Pindos-Bärenpopulation: In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf dem Balkan und der…

Putins Angriffskrieg und die europäische Energiekrise

Russland ist in die Ukraine einmarschiert. Unsere Blog-Autorin Bruna Campos ist unverändert schockiert über das, was dort passiert. Krieg ist…

Vogelschützer streiten für sichere Adria-Zugroute

++ Der Vogelzug ist in vollem Gange ++ Jedes Jahr werden Tausende Zugvögel auf dem Balkan illegal getötet ++ 4. Adriatic Flyway-Konferenz tagt in…

Weltwassertag 2022: Grundwasser: „die Leber“ unserer Flüsse

In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „das Unsichtbare sichtbar machen“ und legt besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des…

Wasserkraft als Klimaretter? Ein längst überholter Mythos

Flusstäler sind fruchtbare Lebensräume für Mensch und Tier. Ihre Zerstörung – um vermeintlich klimafreundliche Wasserkraftenergie zu erzeugen – hat…

Vier Mönchsgeier in Bulgarien vergiftet

Tragödie für den Naturschutz in Bulgarien: Mehrere ausgewilderte Mönchsgeier wurden in der Nähe des Dorfes Ticha vergiftet. Ein herber Rückschlag für…

Vogelgrippe am griechischen Prespa-See

Die Vogelgrippe H5N1 grassiert in diesem Winter besonders stark. Überregionale Aufmerksamkeit erregte das tausendfache Sterben der Kraniche im…

Wälder – Eierlegende Wollmilchsäue?

Die Erwartungen an das, was Wälder leisten sollen, sind hoch. Sie sollen vielfältige Lebensräume bieten, wild-romantische Sehnsüchte erfüllen,…

Illegaler Holzeinschlag in Rumäniens Naturwäldern nimmt trotz Gerichtsdrohung zu

Neue Daten belegen, dass die Zerstörung der letzten großen verbliebenen Ur- und Naturwälder der EU in Rumänien unvermindert anhält.

BESTbelt – Mehr Energie für das Grüne Band Europa

++ Start zur Einreichung von Projektvorschlägen für EU-gefördertes Projekt "BESTbelt" ++ Initiative soll lokalen Naturschutzorganisationen den Zugang…

Letztes Webinar zu Weißstörchen

Die vierteilige Webinarreihe zum Thema „Menschliche Einflüsse auf die Ökologie der Weißstörche“ nähert sich ihrem Ende. Am Samstag, 19. Februar von…

EuroNatur startet Meinungsbeiträge zur Energiewende

Sind Atomkraft und Erdgas nachhaltige Energiequellen? Was die EU-Kommission am Silvesterabend verkündet hat, tritt nun in Kraft: Atom und Gas werden…

Flughafenbau in Albanien droht bedeutendes Feuchtgebiet zu zerstören

++ Albanische Regierung plant Flughafenbau in der Narta-Lagune ++ Mögliche Korrektur der Schutzgebietsgrenze Vjosa-Narta ++ Am 2. Februar ist…

Deutsche KfW-Bank zieht sich aus Staudammprojekt in Bosnien-Herzegowina zurück

Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat heute bestätigt, dass sie ihre Pläne zur Finanzierung des umstrittenen Janjići-Wasserkraftwerks am Fluss Bosna…

Gestiegene Fledermauszahlen im Winterquartier

Fledermausfreunde und -schützerinnen haben die kalte Jahreszeit genutzt, um die Winterbestände von Großem Mausohr und Co. zu erfassen. Es war die…