Torffrei gärtnern

Torffrei gärtnern – Biodiversität und Klima schützen

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© Dietmar Nill

Viele Hobbygärtner greifen auf scheinbar bewährte Blumenerde zurück. Doch die wenigsten wissen, was sich hinter der harmlosen Bezeichnung „Erde“ verbirgt: Die meisten Produkte bestehen überwiegend aus Torf – der Stoff, aus dem die Moore sind.

Zehn Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland jährlich verbraucht, etwa zweieinhalb Millionen davon an deutsche Freizeitgärtner verkauft.

Wir vernichten damit einen Schatz, der in Jahrtausenden herangewachsen ist!


Hobbygärtner können handeln

Im Hobbygartenbau gibt es bereits viele gute Alternativen zum Torf.Sie können Ihren Beitrag zum Schutz der Moore leisten! Verzichten Sie auf Torferden! Es gibt mittlerweile viele torffreie Produkte von Firmen, die den Umwelt- und Moorschutz ernst nehmen. Diese besitzen ähnliche bodenverbessernde Eigenschaften, versauern die Böden im Gegensatz zu Torf aber kaum.

Torffreie Gartenerden werden auf Basis von Kompost (Rinden-/ Grünschnittkompost), Rindenhumus und Holzfasern (zum Beispiel aus Nadelhölzern oder Kokos) hergestellt. Außerdem beinhalteten sie, je nach Hersteller, Nebenprodukte wie Tonminerale und Lavagranulate (optimale Wasser- und Nährstoffspeicherung und bedarfsgerechte Freisetzung), Xylit (für den idealen pH-Wert) oder Phytoperis (ein Naturdünger).

Achten Sie beim Einkaufen von torffreier Blumenerde darauf, dass es sich wirklich um Produkte ohne Torf handelt. Vorsicht ist geboten bei angeblich „torfreduzierten“ bzw. „torfarmen“ Produkten, sie besitzen meist immer noch einen Torfanteil von 60-80 Prozent. Es gibt sogar torffreie Erde, die mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Dieses steht für qualitativ hochwertig befundene Blumenerden, die frei von Wildkrautsamen und Wildkräutern sind.

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© Alfred Limbrunner

Kompost – eine gute Alternative!

Eines der besten Mittel zur Bodenverbesserung ist der eigene Kompost. Wer einen Garten hat, kann selbst kompostieren, führt dem Boden mit Kompost organisches Material mit hoher biologischer Aktivität zu und hat gleichzeitig eine organische Düngung.

Jedes Jahr sollte dazu eine Schaufel pro Quadratmeter in den Boden flach eingearbeitet werden. Auch bei der Wahl der Pflanzen für den Garten gibt es Möglichkeiten, den Torfeinsatz zu vermeiden. So benötigen heimische, robuste Pflanzenarten keine Torferden oder Ähnliches. Auch durch entsprechende Bodenbearbeitung können gute Voraussetzungen für die Pflanzen geschaffen werden („Einmal gelockert ist dreimal gegossen – dreimal gelockert ist einmal gedüngt“).

Lesen Sie mehr zum Thema im Faltblatt "Torffrei gärtnern - Natur und Klima schützen" von BUND und EuroNatur (pdf-Datei, 1 Mb).

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