In Montenegro droht Privatisierung von Nationalparks

Durch das Vorhaben der montenegrinischen Regierung bedroht: der Nationalpark Skutari-See.

© Borut Stumberger

Nationalparks sollten ein vorrangiges Ziel haben: die Natur zu schützen. Doch genau diese Funktion droht Montenegro nun auszuhebeln. Die Regierung plant, die Nationalparks des Landes zu privatisieren. „Dass Nationalparks künftig Einkommen erzielen und auf diesem Wege Geld in die Staatskasse spülen sollen, ist ein Widerspruch in sich und eine gefährliche Entwicklung. Sie führt die Zielsetzung von Schutzgebieten völlig ad absurdum. Vielmehr ist es Aufgabe des Staates in die Zukunft zu investieren und dafür Sorge zu tragen, dass Naturgüter für kommende Generationen erhalten bleiben“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.


Eine Privatisierung der Nationalparks hätte verheerende Auswirkungen. Wenn mit der Natur Profit gemacht werden soll, drohen Raubbau und Zerstörung. Betroffen wären so wertvolle Gebiete wie der Nationalpark Skutari-See – eines der wichtigsten Rastgebiete für Zugvögel entlang der Adria-Zugroute. In einem offenen Brief fordert EuroNatur den montenegrinischen Premierminister dringend auf, die Nationalparkverwaltungen unter der Obhut des Staates zu belassen und in den Erhalt der natürlichen Ressourcen zu investieren.

Offener Brief an die montenegrinische Regierung

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