Bürger haben Agrarpolitik satt

Unter dem Motto „Wir haben es satt - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" demonstrierten am Samstag in Berlin 22.000 Menschen für eine grundlegende Wende in der Landwirtschaftspolitik. Nach Aussage der Veranstalter war es die bislang größte Demonstration dieser Art.

EuroNatur-Vizepräsidentin Christel Schroeder und Präsidiumsmitglied Dr. Thomas Griese demonstrierten in Berlin für eine naturverträgliche Landwirtschaft

© Thomas Griese

Rund 80 Traktoren begleiteten den Zug der Bauern, Natur- und Umweltschützer, Imker und Verbraucher vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Dort forderten die Redner übereinstimmend eine Abkehr von der derzeitigen industrialisierten Landwirtschaft. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender und EuroNatur-Präsidiumsmitglied, rief die Bundesregierung auf, ihre Blockadepolitik gegen eine nachhaltige und gerechte Agrarreform aufzugeben. „Die Gesellschaft fordert die Durchsetzung einer artgerechten Tierhaltung, die Abkehr vom Irrweg der Gentechnik und die Umlenkung der Subventionen weg von der Agrarindustrie hin zur bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft", sagte Weiger.


Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu denen auch EuroNatur gehört, verstärkt seit Anfang des Jahres 2010 den politischen Druck auf die Entscheidungsträger, um seinen Forderungen nach einer ökologisch und sozial sinnvollen Agrarreform Nachdruck zu verleihen. In ihrem Projekt „Die bessere Agrarpolitik – für eine nachhaltige ländliche Entwicklung“ zeigen die Verbände auf, wie eine zukunftsfähige nachhaltige Landwirtschaft aussehen sollte.

Link zur Bilderstrecke der Großdemonstration in der Süddeutschen Zeitung

Link zur Website der Initiative „Wir haben es satt“

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