Keine faulen Kompromisse für Wale!

In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert EuroNatur gemeinsam mit 24 weiteren Umwelt- und Tierschutzorganisationen, auf ein Ende des kommerziellen Walfangs zu drängen, statt gefährliche Kompromisse einzugehen.

© Othmar Dressel

Deutschland hat einen Kompromiss zwischen Walfang- und Walschutzinteressen mit ausgehandelt, über den auf der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juni abgestimmt werden soll. Der Vorschlag würde das kommerzielle Walfangmoratorium für zehn Jahre außer Kraft setzen und Island, Norwegen und Japan einen Freibrief für den jährlichen Fang von fast 1.400 Walen, teils sogar im Antarktis-Schutzgebiet erteilen. Island und Norwegen dürften sogar mehr Wale töten, als sie in den letzten Jahren im Schnitt gejagt haben. Dies könnte auch das Ende des internationalen Handelsverbotes für Walfleisch einläuten.

Dabei forderte ein Bundestagsbeschluss vom Mai 2007 die Regierung auf, "für die Beibehaltung des Moratoriums einzutreten und jegliche Vorschläge abzulehnen, die zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs führen. Deutschland hatte in den vergangenen 20 Jahren eine führende Rolle im internationalen Walschutz, die es nun zu verspielen droht.

Den Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel unterzeichneten:

Animal Public, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund gegen Missbrauch der Tiere, Care for the Wild, Deutsche Umwelthilfe, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Tierschutzbund, EuroNatur, Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD), Greenpeace, Internationaler Tierschutz-Fonds (IFAW), MEER e.V., Menschen für Tierrechte -  Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Naturschutzbund (NABU), Project AWARE Foundation Europe, Pro Wildlife, Rettet den Regenwald, Tierparkfreunde Hellabrunn, Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), Vier Pfoten, Welttierschutzorganisation (WSPA), Whale & Dolphin Conservation Society (WDCS), World Wide Fund for Nature (WWF), Zoologische Gesellschaft Frankfurt.

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