Steirisches Parlament stimmt für Schutz der Mur

Die Steilufer der Mur sind ideale Lebensräume für die Bienenfresser.

© Heinz Lehmann

Das Votum im Landtag des österreichischen Bundeslandes Steiermark war eindeutig: Alle Parteien stimmten am vergangenen Dienstag für einen Antrag der Grünen zum Schutz der Mur. Darin forderten die Abgeordneten die Landesregierung auf, sich deutlich gegen den von Slowenien geplanten Ausbau der Wasserkraft an dem österreichisch-slowenischen Grenzfluss auszusprechen.

Wie Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, will die slowenische Regierung bis zu acht Wasserkraftwerke an der Mur errichten. Für das Kraftwerk in Hrastje Mota wird bereits ein Raumplanungsverfahren durchgeführt. „Der Ort liegt nur zehn Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, würde das auch die Flusslandschaft der steirischen Grenz-Mur stark beeinträchtigen“, warnt EuroNatur-Projektleiterin Romy Durst.

Der Auwald entlang dieses über 30 Kilometer langen Flussabschnitts zählt zu den artenreichsten Lebensräumen des Bundeslandes und ist seit 2005 Bestandteil des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur seit vielen Jahren für den Schutz der einzigartigen Flusslandschaften an Mur und Drau ein. Mit dem Antrag der Grünen im steirischen Landtag erhalten die Naturschützer jetzt auch von politischer Seite Schützenhilfe. Insbesondere Regina Thalmeier, Referentin der Grünen, habe sich mit Nachdruck für die Initiative eingesetzt, lobt ein Vertreter der lokalen Naturschutzbehörde. „Jetzt ist die steirische Landesregierung am Zug: Sie muss den Landtagsbeschluss nun rasch umsetzen“, fordert Romy Durst.


Lesen Sie die Pressemitteilung der Grünen zum steirischen Landtagsbeschluss

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Flusslandschaften von Mur und Drau

 

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