Grünes Band Europa bald weiter gestärkt?

V.li.n.r.: Dr. Slavcho Hristovski (MES), Gabriel Schwaderer, Dr. Nexhati Jakupi, Prof. Dr. Ljupcho Melovski (MES), Dr. Uwe Riecken (BfN), Annette Spangenberg.

© EuroNatur

Zwei weitere Gebiete am Grünen Band Balkan haben große Chancen auf eine baldige Ausweisung zum Nationalpark – beide befinden sich in Mazedonien. Das im Norden des Landes an der Grenze zum Kosovo gelegene Shar Planina-Gebirge und das im Grenzgebiet zu Albanien gelegene Jablanica-Gebirge haben eines gemeinsam: Sie beherbergen eine Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, die in Europa Ihresgleichen sucht.

Bei einem Treffen mit dem mazedonischen Umweltminister Dr. Nexhati Jakupi unterstrichen EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer, EuroNatur-Projektleiterin Annette Spangenberg, Prof. Dr. Ljupcho Melovski von der mazedonischen Partnerorganisation MES und Dr. Uwe Riecken vom Bundesamt für Naturschutz am vergangenen Mittwoch erneut die große Bedeutung der beiden Naturparadiese als wesentliche Mosaiksteine des „Grünen Bandes Europa“.

Umweltminister Jakupi teilte diese Einschätzung und versicherte, sich für eine baldige Ausweisung des Jablanica-Gebirges als Nationalpark einzusetzen. Auf albanischer Seite steht der Gebirgszug Jablanica-Shebenik bereits seit 2008 unter Schutz. Ziel ist es, mit der Ausweisung des Naturparadieses auf mazedonischer Seite ein grenzübergreifendes Großschutzgebiet von rund 500 Quadratkilometern am Grünen Band Balkan zu erreichen. Das Shar Planina Gebirge im Norden Mazedoniens steht, laut Umweltminister Jakupi, bereits kurz davor, Nationalpark zu werden.

EuroNatur ist im Rahmen der Initiative „Grünes Band Europa“ seit 2004 offizieller Koordinator der Naturschutzaktivitäten am Grünen Band Balkan, dem südlichsten Teilstück des Grünen Bandes Europa.

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