Illegale Einschläge in Rumäniens Urwäldern

Woche für Woche werden in den rumänischen Karpaten Tausende Bäume illegal abgeholzt. Auch die Firma Schweighofer aus Österreich steht unter Verdacht, Holz aus rumänischen Urwäldern zu verarbeiten. Jetzt ermittelt Rumäniens Justiz.

Die Kahlschläge bedrohen den Lebensraum von Bär & Co.

© Wolfgang A. Bajohr

Bereits Anfang Juli berichtete die Deutsche Welle in ihrer Sendereihe Fokus Europa über den Kahlschlag in den Karpaten. Der Beitrag berichtet über den Einsatz von Gabriel Paun gegen die illegalen Machenschaften in Rumäniens Wäldern. Begleitet von einem Kamerateam verfolgt der Aktivist der rumänischen Naturschutzorganisation „Agent Green“ Holztransporte aus rumänischen Nationalparks bis zum Gelände der Firma Schweighofer. Das österreichische Unternehmen betreibt in Rumänien die zwei größten Sägewerke des Landes und verarbeitet laut Aussagen des Naturschützers seit Jahren Holz aus Schutzgebieten. Inzwischen hat auch Rumäniens Umweltministerium in dem österreichischen Holzunternehmen Hinweise auf illegale Aktivitäten gefunden und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

„Bären, Luchse und andere bedrohte Arten sind auf intakte Lebensräume angewiesen. Die rumänischen Behörden müssen jetzt dringend handeln und die maßlose Zerstörung der einmaligen Urwälder Rumäniens stoppen“, fordert EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.

 

Mehr zum Umweltskandal um Schweighofer

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