Rumänien verbietet Trophäenjagd

Am 5. Oktober hat das rumänische Umweltministerium die Jagd auf Braunbären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen verboten. Eine überwältigende Zahl von Menschen hatte sich in einer Petition für diese Entscheidung ausgesprochen. Innerhalb von nur zwei Tagen erhielt ein von der rumänischen EuroNatur-Partnerorganisation Agent Green veröffentlichter Aufruf weit über 11.000 Unterstützer. 

„Wir standen nur wenige Tage vor der Eröffnung der Jagdsaison. Es war buchstäblich eine Entscheidung in letzter Minute, die einer Vielzahl von Bären, Wölfen und Katzen nun das Leben rettet“, sagt Gabriel Paun, Vorsitzender von Agent Green. Zur Entscheidung stand die Genehmigung des Abschusses von  552 Braunbären, 657  Wölfen, 78  Luchsen und 484  Wildkatzen in der nächsten Jagdsaison. Da unabhängige und fundierte Studien zu den großen Beutegreifern in Rumänien bislang weitgehend fehlen, sind belastbare Schätzungen der Populationsgrößen bisher nicht möglich.

„EuroNatur begrüßt die Entscheidung des Umweltministeriums. Die Bejagung von Bären, Wölfen, Luchsen und Wildkatzen war bislang eine der größten Bedrohungen für die großen Beutegreifer in Rumänien. Nun gilt es dringend, Maßnahmen gegen die illegale Verfolgung dieser faszinierenden Wildtiere zu ergreifen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. 

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