Tragisches Ende für rumänische Bärin

Ende September gelang es Mitarbeitern von EuroNatur-Partner Milvus am Fuße der rumänischen Karpaten eine Braunbärin aus einer Schlingfalle zu befreien. Bei der tierärztlichen Untersuchung schien das Bärenweibchen wohlauf und unverletzt zu sein. Wenige Tage später wurde die Bärin jedoch tot aufgefunden.

Tragisches Opfer einer Schlingfalle: Bärin in den rumänischen Karpaten

© Milvus

„Wahrscheinlich hat das Tier beim Versuch sich aus der Falle zu befreien innere Verletzungen davongetragen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen waren“, vermutet EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Für eine abschließende Beurteilung der Todesursache wäre eine Autopsie vonnöten. Diese ist laut Angaben von Milvus jedoch nicht mehr möglich. Als ein lokaler Wildhüter das tote Bärenweibchen entdeckte, befand sich der Körper des Tieres bereits in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung.

In Rumänien ist die Wilderei ein großes Problem. Im Normalfall legen die Wilderer die Fallen für Wildschweine aus. Doch immer wieder verfangen sich darin auch andere Tiere. Die Fallensteller gehen kein großes Risiko ein, denn es ist schwer, die Täter zu überführen. Umso mehr gilt es, die tödlichen Fallen rechtzeitig aufzuspüren und zu entfernen. EuroNatur unterstützt Milvus bei ihren Einsätzen für den Schutz der Bären.

Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Braunbären in Rumänien

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