Zweiter Balkanluchs auf Sendung

Großer Erfolg für die EuroNatur-Partnerorganisation Macedonian Ecological Society (MES): Gemeinsam mit lokalen Jägern gelang es den Luchsexperten am vergangenen Montag, einen Balkanluchs im Stogovo Gebirge in Westmazedonien einzufangen und zu besendern.

Wieder frei: Mit einem GPS-Senderhalsband versehen macht sich Balkanluchs Riste auf die Pirsch.

© MES/SCOPES, SNF

„Riste“, wie ihn die Mitarbeiter des Luchsteams nennen, ist bereits der zweite Luchs, der im Rahmen des Projekts „Status, ecology and land tenure system of the critically endangered Balkan lynx in Macedonia and Albania” vermessen und mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattet wurde (EuroNatur berichtete am 30. März 2010).

Das junge Luchsmännchen wurde unmittelbar nach der Untersuchung wieder freigelassen und sendet seitdem regelmäßig Daten über seinen aktuellen Aufenthaltsort. So können die Wissenschaftler Ristes Wanderrouten genau verfolgen und daraus wertvolle Informationen über die Ökologie dieser stark bedrohten Unterart des Eurasischen Luchses gewinnen – eine Grundvoraussetzung, um gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. 


Der Balkanluchs zählt zu den seltensten Großkatzen der Erde: Wahrscheinlich weniger als 50 der scheuen Tiere leben noch im westlichen Mazedonien und östlichen Albanien. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsstelle für Großraubtiere in der Schweiz), MES und PPNEA (Preservation and Protection of Natural Environment in Albania) hat EuroNatur daher im Jahr 2006 das „Balkan Lynx Recovery Programme“(BLPR), ein Projekt zum Schutz des Balkanluchses, ins Leben gerufen. Die Feldstudien zur Ökologie des Balkanluchses werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Rahmen des Programms SCOPES (Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland) finanziell unterstützt.


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