Zweiter Balkanluchs in Albanien geblitzt!

Große Freude bei EuroNatur-Partner PPNEA: Bereits zum zweiten Mal gelang es den albanischen Naturschützern mit Hilfe einer Kamerafalle, einen Balkanluchs im gebirgigen Norden Albaniens abzulichten.

Ertappt: Balkanluchs auf Streifzug in den nördlichen Gebirgsregionen Albaniens.

© PPNEA/SCOPES/BLRP

Genau vor einem Jahr lief der erste albanische Luchs in eine Fotofalle und sorgte für große Aufregung: Zum ersten Mal gab es einen bildlichen Nachweis, dass in Albanien noch Balkanluchse leben. Das zweite Fotofallenbild liefert nun einen weiteren Beleg für die Gegenwart der Großkatzen im nördlichen Albanien.  

Auf dem Papier sind die Balkanluchse in Albanien streng geschützt. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Immer wieder fallen die scheuen Katzen Wilderern zum Opfer. Die zunehmende Zerstörung ihrer Lebensräume macht ihnen zusätzlich zu schaffen.

„Dieser zweite Nachweis nährt die Hoffnung, dass ein kleines Vorkommen des Balkanluchses in Albanien überlebt hat. Jetzt gilt es, die Maßnahmen zum Schutz der Luchse und ihrer Lebensräume in Albanien weiter zu verstärken und gemeinsam mit unseren Partnern mit Hochdruck die Ausweisung grenzüberschreitender Schutzgebiete voranzutreiben“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.

 

Mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Balkanluchse

 

 


 

Der Balkanluchs zählt zu den seltensten Großkatzen der Erde: Wahrscheinlich weniger als 50 der scheuen Tiere leben noch im westlichen Mazedonien und östlichen Albanien. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsstelle für Großraubtiere in der Schweiz), MES (Macedonian Ecolocical Society) und PPNEA (Preservation and Protection of Natural Environment in Albania) hat EuroNatur daher im Jahr 2006 das „Balkan Lynx Recovery Programme“(BLPR), ein Projekt zum Schutz des Balkanluchses, ins Leben gerufen. Die Feldstudien zur Ökologie des Balkanluchses werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Rahmen des Programms SCOPES (Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland) finanziell unterstützt.


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