Zweiter Luchs im „Ländle“ bestätigt

In den Hochschwarzwald ist ein weiterer Luchs eingewandert. Das teilte Landesagrarminister Alexander Bonde am vergangenen Freitag mit. Bereits im April dieses Jahres wurde im Elztal ein Luchsmännchen nachgewiesen und mit einem Peilsender ausgestattet. Damit leben jetzt zwei Pinselohren in Baden-Württemberg.

Die Luchse kehren langsam wieder in den Südwesten Deutschlands zurück.

© Wolf Steiger

Ein Jäger hatte Im Kinzigtal in der Nähe von Hausach einen auffälligen Riss eines Rehs entdeckt und diesen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) gemeldet, die mit dem Luchsmonitoring im Land betraut ist. Als der Luchs in einer der folgenden Nächte zu dem Riss zurückkehrte, tappte er in eine zwischenzeitlich angebrachte Fotofalle. Luchse können durch ihre individuelle Fellzeichnung identifiziert werden. Ein Abgleich mit den zuständigen Luchsexperten in der Schweiz ergab, dass das Tier offensichtlich aus dem Schweizer Jura zugewandert ist.

„Die Luchse haben nur dann eine realistische Chance sich langfristig im Schwarzwald zu etablieren, wenn wir eine breite Akzeptanz der Gesellschaft erreichen. Dafür gilt es, Konflikte mit den beteiligten Interessengruppen im Vorfeld zu vermeiden“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Als Mitglied der AG Luchs Baden-Württemberg hat EuroNatur konkrete Empfehlungen für ein effektives Luchsmanagement entwickelt. Zudem wirken wir durch politische Lobbyarbeit auf die Entwicklung eines Luchs-Aktionsplans für die Bundesrepublik und die einzelnen Bundesländer hin.

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