Die Wölfe kehren zurück ins Ländle: Der Nachweis gilt als Zeichen dafür, dass sich der Wolf in Baden-Württemberg wieder in angestammten Lebensräumen etabliert.
Junge Wölfe verlassen ihre Wurfhöhle nach etwa drei Wochen zum ersten Mal. Mit sechs bis sieben Monaten sind die Welpen dann bereits fast so groß wie ausgewachsene Wölfe und laufen mit den anderen Rudelmitgliedern mit. (Imagebild)
© depositphotos/zarevvErstmals wurde im Nordschwarzwald bei Baiersbronn ein Wolfswelpe nachgewiesen. Das Jungtier wurde bereits Mitte September von einer Fotofalle erfasst und von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) eindeutig als Wolf identifiziert.
„Die Geburt eines Wolfswelpen im Nordschwarzwald ist eine erfreuliche Nachricht für den Naturschutz. Sie zeigt, dass Wölfe zunehmend in ihre angestammten Reviere zurückkehren können“, sagt Antje Henkelmann, Projektleiterin Wolf bei EuroNatur. „Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen von Weidetierhalterinnen sehr ernst. Ein wirksamer Herdenschutz und eine verlässliche Unterstützung der Schäferinnen und Rinderhalter sind entscheidend, damit das Zusammenleben von Mensch, Wolf und Weidetieren dauerhaft gelingt.“ Damit die betroffenen Menschen gut auf die Rückkehr der Wölfe vorbereitet sind, setzt sich EuroNatur gemeinsam mit anderen Akteuren aus Baden-Württemberg für wirkungsvollen Herdenschutz ein und ist Mitglied in der „Trägergemeinschaft Ausgleichsfond“.
Bereits 2023 wurde nach über 150 Jahren wieder ein Wolf in freier Wildbahn in Baden-Württemberg geboren. Sein Schicksal endete jedoch tragisch. Mit nicht einmal einem halben Jahr wurde der Wolf überfahren.