Bär in Bayern gesichtet

Zunächst haben Kothaufen auf seine Anwesenheit hingewiesen, nun ist er in die Fotofalle getappt: Ein Braunbär wurde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von einer Wildtierkamera fotografiert. Der Bär verhält sich sehr scheu und unauffällig.

Wie lange sich der Bär in Bayern aufhalten wird, hängt entscheidend vom Nahrungsangebot ab - und ob er eine Partnerin findet.

© Bayerische Staatsforsten

Aktuell streift ein Braunbär durch die bayerischen Alpen. EuroNatur begrüßt die Rückkehr der im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Deutschland ausgerotteten Tiere. Mareike Brix, Projektleiterin Bär bei EuroNatur sagt: „Es ist erfreulich, dass sich nach 13 Jahren wieder ein Bär auf deutschem Boden befindet. Nach der traurigen Geschichte mit Bruno 2006 hat sich das Land Bayern gut  vorbereitet und einen  Managementplan erstellt, der Abläufe und Verantwortlichkeiten klärt. Wir hoffen, dass dieser Braunbär seinen Ausflug nach Deutschland unbeschadet übersteht.“

Die nächstgelegene Bärenpopulation liegt im italienischen Trentino. Auch wenn vor allem junge männliche Bären größere Streifzüge unternehmen, ist momentan nicht davon auszugehen, dass sich Bären dauerhaft in Bayern ansiedeln. Möglich ist ein friedliches Zusammenleben von Bären und Menschen, wie sich in vielen Regionen Europas zeigt. „Von staatlicher Seite braucht es bei Schäden durch Bären schnelle und unbürokratische finanzielle Unterstützung“, so Brix weiter. „Der Braunbär nimmt eine wichtige Funktion im Ökosystem ein und gehört zu unserer ursprünglichen heimischen Fauna.“

EuroNatur-Projekte zum Schutz der Braunbären

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