EuroNatur-Preis 2026 würdigt Einsatz gegen illegale Vogeljagd

++ Das Komitee gegen den Vogelmord erhält Naturschutz-Auszeichnung ++ Seit 1975 engagiert sich der Verein gegen Vogelfang und Wilderei ++ Zugvögel müssen besser geschützt werden ++

Mitarbeiter vom Komitee gegen den Vogelmord sowie ein Polizist im Hintergrund

Seit über 50 Jahren engagiert sich das Komitee gegen den Vogelmord gegen die illegale Vogeljagd. Die lokale Polizei wird hierbei mit einbezogen; nur mit ihrer Hilfe können Wilderer dingfest gemacht werden.

© Komitee gegen den Vogelmord
Mitarbeiter des Komitees stellt Leimruten im Libanon sicher

Eine besonders perfide Methode der Vogeljagd ist der Einsatz von Leimruten. Dabei werden Zweige oder Stäbe mit einem klebrigen Stoff bestrichen, auf denen die Vögel beim Landen festkleben.

© Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmücke wird aus Fangnetz befreit

Ein Mitarbeiter des Komitees befreit eine weibliche Mönchsgrasmücke aus einem Fangnetz auf Zypern.

© Komitee gegen den Vogelmord

Radolfzell. Die Naturschutzstiftung EuroNatur verleiht am Donnerstag, den 15. Oktober den diesjährigen EuroNatur-Preis an das Komitee gegen den Vogelmord. Mit der Auszeichnung würdigt EuroNatur das jahrzehntelange europaweite Engagement der Organisation gegen die illegale Jagd und den Fang von Wildvögeln entlang der wichtigsten Zugrouten Europas. 

Das Komitee gegen den Vogelmord mit Sitz in Bonn gehört zu den profiliertesten Vogelschutzorganisationen Europas. Mit internationalen Vogelschutzcamps, der Dokumentation illegaler Aktivitäten und der engen Zusammenarbeit mit Behörden hat die Organisation in zahlreichen Ländern maßgeblich dazu beigetragen, Wilderei einzudämmen und so Millionen Zugvögeln das Leben gerettet. Besonders in Hotspots der Vogeljagd im Mittelmeerraum, etwa auf Zypern, Malta oder in Italien, engagieren sich die haupt- und ehrenamtlichen Teams seit vielen Jahren erfolgreich gegen verbotene Fangmethoden mit Netzen, Leimruten und Fallen.

„Das Komitee gegen den Vogelmord steht beispielgebend wie für praktischen Naturschutz mit direkter Wirkung für ganz Europa“, sagt Prof. Dr. Thomas Potthast, Präsident von EuroNatur. „Die Aktiven des Komitees setzen sich mit außerordentlicher Beharrlichkeit, Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für den Schutz unserer Zugvögel ein. Ihr Engagement zeigt eindrucksvoll, dass Naturschutz nicht an Landesgrenzen Halt macht“, so Potthast. „Mit ihrem Einsatz haben sie dazu beigetragen, unzählige Vögel vor illegaler Verfolgung zu bewahren und zugleich die Bedeutung des europäischen Vogelschutzes ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

Mit der Auszeichnung unterstreicht EuroNatur die zentrale Bedeutung des grenzüberschreitenden Engagements für den Schutz von Europas Zugvögeln. Die Preisverleihung am 15. Oktober bietet Anlass, auf die weiterhin bestehenden Gefahren durch illegale Vogeljagd aufmerksam zu machen und den zahlreichen Ehrenamtlichen zu danken, die sich Jahr für Jahr für den Schutz der europäischen Vogelwelt einsetzen.


Hintergrundinformationen:

Der EuroNatur-Preis ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Ausgezeichnet wurden bislang u.a. der Autor Jonathan Franzen, die „mutigen Frauen von Kruščica“ und die Gemeinde Mals in Südtirol. Der diesjährige EuroNatur-Preis wird am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau an das Komitee gegen den Vogelmord verliehen.

Rückfragen: 

Christian Stielow, christian.stielow(at)euronatur.org, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15

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