Marchegg, Österreich, 2002

© WWF Österreich

Fakten und Zahlen

Ort:
Die kleine Stadt Marchegg liegt etwa 45 km nordöstlich von Wien an der Grenze zur Slowakei, am Fluss March und im Grünen Band Europas.
Population:
40
Min. und max. Anzahl der Brutpaare seit dem Jahr 2000
3.000
Einwohner im Jahr 2017
Weißstorch auf Deutsch:
Weißstorch
Nistplätze:
auf Bäumen und auf den Dächern des Schlosses und nahegelegener Gebäude
Veranstaltungen:
Besucherzentrum Storchenhaus Marchegg, Exkursionen ins Schutzgebiet und die Region, Ausstellungen zu Geschichte und Natur

Kontakt

Marchegger Storchenhaus
Im Schloss 1
2293 Marchegg, Austria

+43681 816 446 56
marchegger.storchenhaus(at)gmail.com
www.wwf.at/Storchenhaus

Interaktive Karte

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Nistplätze

Die meisten Weißstörche brüten in Bäumen in einer größeren Kolonie im WWF-Schutzgebiet Untere Marchauen, einige brüten auf den Dächern der Burg und nahegelegener Gebäude.

Veranstaltungen und Tourismus

  • Besucherzentrum Storchenhaus Marchegg, betrieben vom Verein March.Raum
  • regelmäßige Exkursionen ins Schutzgebiet und in die Region
  • Marchegg wurde 1260 von König Přemysl Ottokar II. von Böhmen gegründet. Große Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und Teile ihrer Türme haben sich bis heute erhalten. Das barocke Schloss beherbergt Ausstellungen zur Geschichte der Stadt und zur reichen Natur um sie herum.
© Manuel Denner

Landschaft und Lebensraum

Marchegg liegt sowohl im Herzen des 38.500 Hektar großen Ramsar-Gebiets Donau-March-Thaya-Auen als auch im 15.000 Hektar umfassenden Natura-2000-Schutzgebiet March-Thaya-Auen. Seit den 1970ern ist das 1.100 Hektar große WWF Naturreservat Marchegg (das Flussauen schützt) nördlich der Stadt ein nationales Schutzgebiet. Hier brüten die meisten Störche in alten Eichen und Eschen. Auch Schwarzstörche, Graureiher, Seeadler, Uhus, Schwarz- und Rotmilane brüten in diesem Schutzgebiet.

Der Nordosten Österreichs ist eher trocken mit pannonischem Charakter. Die Auenböden der beiden Hauptflüsse March und Thaya (Dyje) beherbergen ausgedehnte naturnahe Auenwälder und Wiesen. Die regelmäßigen Überschwemmungen durch diese beiden Flüsse sind sehr wichtig für das Leben in den Flussauen. Andere Teile des sogenannten „Marchfelds“ sind eher sandig (frühere Wanderdünen) und trocken. Dieses Mosaik sehr unterschiedlicher Habitate und die geografische Lage am Rand verschiedener Klimaregionen führt zu einer sehr hohen Artenvielfalt, beispielsweise rund 1.300 Pflanzenarten und um die 300 verschiedene Vogelarten. Etwa 500 Pflanzen- und Tierarten sind gefährdet.
 

Naturschutz

  • Die Brutgebiete des Weißstorchs werden während der gesamten Brutsaison überwacht und der Bruterfolg dokumentiert.
  • Defekte Nester werden ebenfalls dokumentiert und, wo möglich und notwendig, ersetzt. Weidenkörbe werden, wo nötig, an geeigneten Plätzen angebracht.
  • Seit 2015 läuft im WWF-Schutzgebiet auf 70 Hektar Fläche ein Beweidungsprojekt mit Konik-Pferden rund um die Weißstorchkolonie. Dieses naturnahe Wiesenmanagement soll die Artenvielfalt und auch das Nahrungsangebot für die Weißstörche fördern.

Lokale Akteure und EuroNatur-Partner

Gemeinde Marchegg, Verein March.Raum, WWF Österreich

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