Fakten und Zahlen
- Ort:
- Deutschland, Brandenburg, Landkreis Prignitz nahe des Zusammenflusses der Elbe und Havel inmitten des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
- Population:
-
29 - 39
Min. und max. Anzahl der Brutpaare seit dem Jahr 2000
240 (560)
Einwohner im Jahr 2017 - Weißstorch auf Deutsch:
- Weißstorch
- Nistplätze:
- auf den Dächern von Ställen und Nebengebäuden, auf Masten
- Veranstaltungen:
- jährliches Storchenfest, Storchenausstellung, Führungen, Bildungsprogramme
Kontakt
Storchenclub Rühstädt
Am Schloss 5, 19322 Rühstädt
+49 38791 6703
storchenclub-ruehstaedt(at)t-online.de
www.storchenclub.de
UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
Verwaltung
Neuhaus 9, 19322 Rühstädt
+ 49 38791 80 18 10
br-flusslandschaft-elbe(at)lfu.brandenburg.de
www.elbe-brandenburg-biosphaerenreservat.de/en/
Interaktive Karte
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Einwohner
Das Dorf Rühstädt selbst hat etwa 240 Einwohner, die Gemeinde Rühstädt 560: Zu ihr gehören drei weitere benachbarte Dörfer.
Nistplätze
Die meisten Nester befinden sich auf den Dächern von Ställen und Nebengebäuden und nutzen Tragkonstruktionen aus Holz. Trotz freier Nistplätze baut eine Reihe von Störchen beharrlich Nester ohne menschengemachte Unterstützung. Es gibt auch einige Nester auf Masten in den Nachbardörfern innerhalb der Gemeinde Rühstädt.
Veranstaltungen und Tourismus
- Jährliches „Storchenfest“ am letzten Sonntag im Juli mit vielen Informationen über den Weißstorch und die lokale Brutpopulation
- Ausstellung über Störche und die örtliche Pflanzen- und Tierwelt, Führungen und Bildungsprogramme
Landschaft und Lebensraum
Ein großer Teil des Gebiets rund um Rühstädt steht unter Naturschutz, im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, und wird extensiv bewirtschaftet. Zur Elbe hin und an ihr entlang liegen weitläufige Flussauen und Reste von Auwäldern mit einem vielfältigen Spektrum an Feuchtgebieten: Sümpfe, Feuchtwiesen, Tümpel mit nach oben sickerndem Wasser und Nebengewässer. Abseits des Flusses dominieren Weide- und Ackerland. Die Flussauen der Elbe mit ihrer Vielzahl an Feuchtzonen sind das Hauptnahrungsgebiet für die Rühstädter Störche. Außerdem gehen die Störche zu Zeiten der Bodenbearbeitung nahe ihrer Nester auf den umliegenden Äckern auf Nahrungssuche. Die Störche ernähren sich hauptsächlich von Mäusen, Wühlmäusen, Hamstern, Fröschen, Aalen, Schlangen, Würmern und Insekten.
Uwe und Storch Leppin
Der Dorfbewohner Uwe Weltin kümmert sich seit langem um verletzte Störche. Im Juni 2016 wurde ein Storchenjunges im nahen Dorf Groß Leppin am Boden aufgefunden: Es war aus dem Nest gefallen oder herausgeschubst worden. Uwe kam, las den Vogel auf und stellte bald fest, dass er trotz der Umstände voller Energie und zum Überleben entschlossen war. Uwe nannte den kleinen Storch „Leppin“ und sorgte dafür, dass er nicht zu zahm wurde: Er beschränkte seinen Kontakt mit Menschen auf ein Minimum. Uwe wusste, dass Leppin ihn aus einiger Entfernung hören konnte und dann ungeduldig und geräuschvoll auf die nächste Fütterung wartete. Wie die meisten anderen Jungstörche wurde auch Leppin beringt. Nach acht Wochen war er zu einem starken Jungstorch herangewachsen und wurde ausgewildert. Im September des Jahres tat sich Leppin mit zwei weiteren Störchen zusammen und begann seinen Zug nach Süden.
Naturschutzmaßnahmen
- Regelmäßige Instandhaltung der Nester durch den Storchenclub
- Schaffung neuer Habitate und kleiner Gewässer
- Pflanzung von Bäumen, sowohl Solitären als auch Auwald
- Wassermanagement und Wiedervernässung von Feuchtgebieten
- Enge Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten
- Bau von Fischtreppen am benachbarten Fluss, der Karthane
Lokale Akteure und EuroNatur-Partner
Storchenclub Rühstädt e.V., UNESCO-Biosphärereservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, Naturwacht Brandenburg, NABU, Tourismusverband Prignitz, Elbtalgrundschule in Bad Wilsnack, Kita Klapperstorch in Rühstädt, lokale Gastronomiebetriebe, Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppiner Land e.V.
