Lutz Ribbe – Naturschutzpolitischer Direktor EuroNatur

© Kerstin Sauer
© Kerstin Sauer

 

 

 

„Naturschutz und Nutzung schließen sich nicht aus. Wenn wir unsere vielfältigen Natur- und Kulturlandschaften dauerhaft erhalten wollen, müssen wir die Landwirte und andere Nutzer dieser Landschaften mit ins Boot holen.“ Mit diesem integrativen Ansatz setzt sich Lutz Ribbe seit vielen Jahren für den Schutz des europäischen Naturerbes ein.

Nach seinem Studium der Landschaftsplanung und -ökologie war er von 1983 bis 1991 als stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Bonn tätig. 1992 wechselte er zu EuroNatur und übernahm dort die Stelle des Direktors der naturschutzpolitischen Abteilung. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Gabriel Schwaderer, leitet er die Stiftung und bestimmt maßgeblich die naturschutzfachliche und -politische Ausrichtung der Organisation. Als besonders wichtig erachtet der erfahrene Naturschützer dabei die Aufgabe, für eine ökologische Neuausrichtung der europäischen Landwirtschaft einzutreten, um damit die Rahmenbedingungen für die Naturschutzarbeit entscheidend zu verbessern.

Als Experte für Agrarpolitik setzt er sich dafür unter anderem im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Union (EWSA) ein, in den er 1998 berufen wurde. Seit 2013 ist Lutz Ribbe außerdem Vorsitzender der „Beobachtungsstelle für Nachhaltige Entwicklung“ des EWSA. Er steht in intensivem Kontakt mit Parlamentsmitgliedern, Behörden und Verbänden und bringt sein Wissen und seine Erfahrung in politische Prozesse ein. 

Neben seiner naturschutzpolitischen Tätigkeit betreut Lutz Ribbe mehrere EuroNatur-Projekte in Polen. Einen Schwerpunkt setzt er auch hier auf eine ökologisch und sozial verträgliche Regionalentwicklung.

Er selbst sagt: „Was die Arbeit von EuroNatur besonders auszeichnet ist die Beharrlichkeit, mit der wir an wichtigen Themen dran bleiben. Die Agrarpolitik ist dafür ein hervorragendes Beispiel: EuroNatur arbeitet seit vielen Jahren intensiv an dem Thema. Inzwischen sind viele unserer Forderungen in der Politik angekommen.“

 

 



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